Klaus Amelung

»DER MENSCH«
WESEN ZWEIER WELTEN

HERKUNFT, LEBENSSINN, HEIMKEHR
IM LICHT DER EVANGELIEN


I N H A L T

Vorwort

Einleitung

Erläuterungen zu den Berichten der Evangelisten:
Matthäus
Markus
Lukas
Johannes
Fundstellen-Verzeichnis zum Neuen Testament:
Abfall von Gott
Die Geisterwelt
Weiterleben im Jenseits
Wiedergeburt (Reinkarnation)
Trinität / Christus ist nicht Gott
Sonstiges

"Das Neue Testament - aus dem Griechischen neu übersetzt und erklärt" von
Johannes Greber (1874-1944), der von 1900-1925 katholischer Pfarrer in Deutschland war.
(Johannes Greber Memorial Foundation, 139 Hillside Avenue, Teaneck, N.J. 07666, USA; existiert nicht mehr)

Vorwort

Eine Erkenntnis und Erfahrung begleitete mich allzeit auf meinem Lebensweg:
Es ist gut, vorbereitet zu sein!
Wenn man ein Ziel, eine Aufgabe vor sich hat, wenn man weiß, was „auf einen zukommt oder zu-kommen kann'“ so hängt das Ergebnis oftmals von einer guten Vorbereitung ab.
Das werden viele Menschen bestätigen können.
Wie oft erlebte ich, dass ich gerade dann, wenn es um Glaubensfragen ging und um die Begriffe „Weiterleben nach dem Tode“, „Wiedergeburt’“, „Sünde“, „Wiedergutmachung“, „Geister“, „Trinität“, „Propheten“, „Offenbarungen“ usw. - im Gespräch mit anderen Menschen - auf keine umfassende, erklärende Grundlage zurückgreifen konnte, die auf den Bibelaussagen aufbaut.
Seit vielen Jahren war in mir der Wunsch vorhanden, eine Bearbeitung der Evangelien durchzuführen, um eine solche Unterlage zu schaffen; denn die Evangelien enthalten in ihren geistigen Aussagen deutliche Antworten auf Fragen, die die oben aufgeführten Themen betreffen.
Heute weiß ich, dass erst einmal eine intensive Auseinandersetzung mit den geistig übermittelten, überkonfessionellen Durchgaben der Geisteswelt erforderlich war, um den tiefen Sinn der Jesus-Aussagen zu begreifen, zu verstehen, um eine derartige Bearbeitung sinnvoll durchführen zu können.
Somit konnten meine geistigen Erkenntnisse mit in diese Arbeit einfließen.
Letztendlich war auch noch eine geistige Aussage ausschlaggebend, die ich im August 1982 erhielt:
„Immer dann, wenn dein Inneres anschlägt und dir wegweisend wird, greife zum Stift und schreibe, was dir Gewissheit geworden ist. Stehe dafür ein vor Gott und der Welt!“
Nach einem Gespräche mit einem Freund, der sich mit anderen Glaubensanhängern über bestimmte Glaubensfragen auseinandergesetzt hatte, schlug es in meinem Inneren an und es wurde mir bewusst, wie notwendig es ist, ein Werk zu erstellen, das eine große Hilfe bei Auseinandersetzungen in Glaubensfragen sein sollte.
Ich begann am 16. Januar 1990 mit der systematischen Bearbeitung der Evangelien. Doch die erste Frage war, welche Bibel als Grundlage dienen sollte.
Bibelvergleiche, die ich vor Jahren durchführte, ließen deutlich werden, wie unterschiedlich die Bibelübersetzungen sind.
Darum entschloss ich mich, eine Bibel (Das Neue Testament) als Grundlage zu nehmen, die mit der Hilfe der geistigen Welt Gottes von einem deutschen Pfarrer aus dem Griechischen neu übersetzt und teilweise berichtigt wurde in der Zusammenarbeit mit der Gotteswelt (mehr darüber in der Einleitung).
Wer diese Übersetzung des Neuen Testamentes gelesen hat, wird an der Klarheit und Verständlichkeit der in diesem Werk wiedergegebenen Bibelstellen erkennen, warum ich diese Übersetzung gewählt habe.
Dem Wissenden ist bekannt, dass wir in einer Zeit leben, wo die Menschen im Inneren in eine große Unruhe geraten sind und mehr und mehr nach dem Sinn des Lebens fragen; denn die Lebensumstände, die ganze Welt- und Umweltsituation machen die Menschheit unmissverständlich auf vielerart Versäumnisse im und außerhalb des Menschen aufmerksam. Doch wissen leider nur ganz wenige Menschen um die wahren geistigen Ursachen.
Die Lehre Christi, die Worte Jesu auf Erden, die uns in den Bibeln zur Verfügung stehen, wenn auch oft unterschiedlich wiedergegeben, sind gerade in dieser Weltsituation wahrhaftig aufklärend und „erlösend“, da die meisten menschlichen Erklärungen doch oft weit von der Wahrheit der Ursachen unseres Lebens auf dieser Erde abweichen.
Weil die Bibel die Grundlage vieler Glaubensgemeinschaften ist, so sollte auch sie Grundlage sein für alle Glaubensauseinandersetzungen.
Da Lebenssinn und Lebenszweck nur aus dieser Grundlage wahrhaftig zu deuten sind, ist meine Bearbeitung aus diesem Empfinden entstanden - auch, um auf die kommenden Auseinandersetzungen in Glaubensfragen vorzubereiten.
Diese Bearbeitung der Aussagen Jesu Christi sollen allen Wissenden und Suchenden eine Hilfe sein zum besseren Verständnis der Worte Jesu, zum besseren Erkennen des eigenen Daseins. Sie möchte einen gewissen geistigen Halt geben und Grundlage sein für eine neue Ausrichtung - hin zum Geistigen, hin zu Gott!
So möge Gottes Segen darauf ruhen und helfen, dass sie für viele Menschen eine wahrhaftige Hilfe werden kann.
Ich danke allen meinen Geschwistern, die am Zustandekommen dieser Bearbeitung Anteil hatten.
Sie ist allen Menschen - Wesen zweier Welten - gewidmet!


Juni 1991 - Überarbeitet: März 2004

DER MENSCH
- Wesen zweier Welten -
Herkunft, Lebenssinn, Heimkehr
im Licht der Evangelien

Einleitung

Wenn jemand, der eine ausgereifte Liebe besitzt, ein Versprechen gibt, so ist er auch in der Lage, dieses Versprechen zu erfüllen.
Ein solcher Liebesfähige weilte auf Erden, um hier einen Auftrag zu erfüllen, von dessen Tiefe und Reichweite sich die Menschheit keine klare Vorstellung gemacht hat.
Dieser Liebesfähige brachte der Erde keine Gewalt, sondern das Gesetz der wahren Liebe und des wahren Friedens.
Dieser Liebesfähige brachte der Menschheit das Bild des wahren Gottes, Geber aller Gesetze, den Gott der Liebe!
Dieser Gesandte dieses Gottes der Liebe erfüllte seinen Erdenauftrag mit der Beendigung seines irdischen Lebens an einem Kreuz.
Er hinterlässt jedoch der Menschheit den Weg, der aus allem Leid herausführt:
Die Liebeslehre des Himmels!
Er konnte zurzeit seines Wirkens auf Erden seinen Anhängern - einfachen, unverbildeten Menschen - viele Gesetze und Gesetzmäßigkeiten des Himmels, die der Menschheit auf ihrem Weg als wertvolle Hilfen dienen sollten, nur zum Teil oder unvollständig erklären.
Darum versprach er diesen seinen Jüngern, bevor er von dieser Welt Abschied nahm:
"Ich hätte euch noch vieles zu sagen, doch ihr könnt es jetzt nicht tragen. Sobald aber jene Geisterwelt der Wahrheit gekommen ist, die wird euch in jeder Wahrheitsfrage den rechten Weg zeigen.
Sie wird nicht von sich selbst reden, sondern nur das, was sie selbst erfährt, wird sie aussprechen und euch das verkünden, was euch dienlich ist. Sie wird für meine Ehre eintreten; denn von dem Meinigen wird sie nehmen und es euch mitteilen" (Joh. 16,12-14).
Dieser Liebesfähige kam vom Himmel, aus der Welt des Geistes, das für Menschen „Unsichtbare“.
Er war und ist der erste Sohn Gottes, Jesus Christus auf Erden genannt.
Erfüllt von Liebe zu allem Leben dieser Erde wiederholte er noch mehrmals die für die Zukunft der Menschheit so äußerst wertvolle Verheißung:
"Dann werde ich den Vater bitten, und er wird euch einen andern Helfer geben; der soll für die Zukunft mit euch zusammen sein.
Dieser Helfer ist die Geisterwelt der Wahrheit. Die Welt kann sie nicht empfangen, weil sie die Geisterwelt nicht sieht und nicht kennt. Ihr werdet sie kennen lernen; denn bei euch wird sie bleiben und zu eurer Gemeinschaft gehören.
Ich lasse euch nicht verwaist zurück, sondern komme wieder zu euch" (Joh. 14,16-18).
"Nachher kommt der Helfer, die heilige Geisterwelt, die der Vater in meinem Namen senden wird. Sie wird euch über alles Weitere belehren und euch auch alles das ins Gedächtnis zurückrufen, was ich euch gesagt habe.
Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht was die Welt unter Frieden versteht, gebe ich euch.
Seid nicht mutlos und verzagt" (Joh. 14,26-27).

"Wenn aber die Helferin kommt, die ich euch vom Vater her senden werde, die Geisterwelt der Wahrheit, die aus dem Reich des Vaters kommt, die wird Zeugnis für mich ablegen"
(Joh. 15,26).

"Aber wirklich, - es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, wird der Helfer nicht zu euch kommen. Wenn ich aber hingegangen bin, werde ich ihn zu euch senden. Sobald er kommt, wird er der Welt die Augen öffnen über Sünde, Rechttun und Gottes Gericht" (Joh. 16,7-8) - [Gott, die Liebe, kennt kein Richten! Die Liebe fördert alles Leben in das Licht der Wahrheit.]

Und seine Jünger, glaubten sie ihm und erfüllten sich seine Worte?

"Ihnen hatte er ja in der Zeit nach seinem Leiden und Sterben viele Beweise seines Fortlebens gegeben. Denn vierzig Tage hatte er sichtbar mit ihnen verkehrt und sie über das Reich Gottes belehrt.
Als er eines Tages wieder mit ihnen zusammen war, gab er ihnen die Weisung, nicht aus Jerusalem fortzugehen, sondern die Erfüllung des Versprechens abzuwarten, das der Vater ihnen hatte geben lassen.
"Ihr habt ja" - sagte er - "dieses Versprechen aus meinem Munde vernommen. Ich sagte euch, dass Johannes nur durch Untertauchen in die Wellen des Wassers die Taufe spendete, ihr aber durch Untertauchen in den Kraftwellen eines heiligen Geistes getauft werden solltet.
Nach Verlauf der wenigen Tage, die es noch von heute bis Pfingsten sind, werdet ihr ihn empfangen."
Da stellten die um ihn Versammelten die Frage an ihn: "Herr, ist das der Augenblick, wo du dem Volke Israel die Herrschaft wiedergibst?" - "Es ist nicht eure Sache," - entgegnete er - "die Zeitläufe und entscheidenden Augenblicke zu erfahren, die der Vater gemäß seiner eigenen Machtvollkom-menheit festgesetzt hat.
Es muss euch genügen, dass die heilige Geisterwelt mit euch in Verbindung tritt und ihr durch sie eine Kraft empfanget. Dann werdet ihr stark genug sein, in Jerusalem, in ganz Judäa und Samaria, ja bis ans Ende der Erde als meine Zeugen aufzutreten" (Apg. 1,3-8).
[Gott, die Liebe, kennt keine Macht! Die Liebe ist Licht und Kraft!]

"Der Tag des Pfingstfestes war angebrochen, und alle hatten sich an demselben Ort versammelt.
Da entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen, als ob ein gewaltiger Sturmwind wehe, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
Zungen, die aussahen wie Feuerflämmchen, wurden vor ihnen sichtbar. Diese zerteilten sich und ließen sich auf jeden einzelnen der Anwesenden nieder.
Alle wurden von einem heiligen Geiste erfüllt und begannen in fremden Sprachen zu reden, so wie der Geist den einzelnen die Laute eingab, die sie aussprechen sollten" (Apg .2,1-4).

Die Juden, welche die Jünger in fremden Sprachen reden hörten, kamen in große Aufregung und wussten keine Erklärung für dieses Geschehen.
Einige spotteten und meinten: "Diese haben zuviel jungen Wein getrunken!"
"Da ergriff Petrus, der mit den Elfen zusammenstand, zuerst das Wort und sprach mit weithin vernehmbarer Stimme: "Ihr jüdischen Männer und ihr andern alle, die ihr in Jerusalem wohnt! Folgendes sei euch kundgetan, und ich bitte euch, diesen meinen Worten Gehör zu schenken: Es ist nämlich nicht so, wie ihr meint. Diese hier sind nicht betrunken. Es ist ja erst neun Uhr vormittags.
Hier erfüllt sich vielmehr die Verheißung des Propheten Joel: 'In den letzten Tagen, spricht Gott, da wird es geschehen, dass ich eine überaus große Zahl meiner Geister auf die ganze Menschheit herabsenden werde.
Ihre Söhne und Töchter werden dann als Werkzeuge dieser Geister Botschaften Gottes verkünden, die jüngeren Leute werden im Zustande des Hellsehens Erscheinungen sehen und die Greise in einem schlafähnlichen Zustand Offenbarungen empfangen.
Auch auf die Knechte und Mägde, die mir angehören, will ich in jenen Tagen von meinen Geistern in Fülle herabsenden.
Und ich will Wunderzeichen erscheinen lassen oben am Himmel und unten auf der Erde.
Die Sonne soll sich verfinstern und der Mond rot wie Blut werden, bevor der Tag des Herrn kommt, - jener große Tag. Und jeder wird die Erlösung finden, sobald er den Namen des Herrn anruft" (Apg. 2,14-21).

"Einige von ihnen fragten den Petrus und die andern Apostel: "Werte Brüder, was sollen wir nun tun? Gebt uns einen Rat!" - "Ändert eure Gesinnung," - entgegnete Petrus - "und ein jeder von euch lasse sich im Namen des Herrn Jesus, des Messias, taufen zur Vergebung der Sünden des Abfalls von Gott. Dann werdet auch ihr die heilige Geisterwelt als Geschenk empfangen.
Denn jedem von uns gilt die Verheißung, sowie unsern Kindern und allen andern bis in die fernste Zukunft. So viele es ihrer auch sein mögen, der Herr, unser Gott, wird sie alle zu sich zurückrufen" (Apg. 2,37-39).

Wie viel Wahrheit und Kraft, Hoffnung und Zuversicht allein in diesen vorangegangenen Bibelaussagen enthalten sind.
Sie werden an dieser Stelle benötigt, um auf ein überarbeitetes Neues Testament hinzuweisen, an welchem die Geisterwelt der Wahrheit beteiligt war.
Denn aus diesem überarbeiteten Testament stammen auch die klaren, verständlichen Worte, wenn man sie an jene Bibelübersetzungen anlegt, die allein von Menschen - ohne geistigen Beistand - durchgeführt wurden.
Der katholische Pfarrer Johannes Greber, der das Neue Testament aus dem Griechischen neu übersetzte, fand, dass der im Codex D (Codex Bezae Cantabrigiensis) enthaltene Text, der leider manche Lücken hat, der wertvollste ist. Diesen Text nahm er zur Grundlage seiner Übersetzung.
Im Vorwort seiner Übersetzung 'Das Neue Testament' - aus dem Griechischen übersetzt und erklärt von Johannes Greber (Johannes Greber Memorial Foundation, 139 Hillside Avenue, Teaneck, N.J. 07666, U.S.A.) - schreibt er über die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes:
"Die Verbindung mit dieser Quelle der Wahrheit machte ich mir zunutze, um vor allem auch über den Text der Bibel, wie sie uns heute vorliegt, volle Klarheit zu bekommen.
Denn schon bei meiner ersten Berührung mit der Geisterwelt Gottes war ich auf die Tatsache auf-merksam gemacht worden, dass sehr viele Fälschungen in den Schriften des Alten und Neuen Tes-tamentes enthalten seien, die zu den vielen Irrtümern in den heutigen christlichen Kirchen geführt hätten.
Später wurden mir die Einzelheiten dieser Fälschungen angegeben. (...)
In den seltenen Fällen, wo der durch Geister Gottes als richtig angegebene Text in keiner der heute bekannten Handschriften enthalten ist, habe ich den durch die Geisterwelt gegebenen Text benutzt. (... )
Bei meiner Übersetzung habe ich es als meine Hauptpflicht betrachtet, den genauen Sinn des griechischen Textes in einer guten, aber einfachen Sprache wiederzugeben, so dass auch der Ungebildete jeden Satz leicht verstehen kann.
Denn eine fremde Sprache "wörtlich" übersetzen heißt: den in den Sätzen der fremden Sprache enthaltenen Gedanken genau zum Ausdruck zu bringen" (Auszug; Seite 18).

Mit dieser Übersetzung und Überarbeitung des „Neuen Testamentes“ liegt uns ein Werk vor, welches unter der Obhut von Geistern Gottes entstand und somit wertvoller und gültiger ist als alle anderen menschlichen Bibelübersetzungen.
Und nach dem „Neuesten'“ sollte man seinen Weg ausrichten.
Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig!
Doch - welches ist der Weg des Menschen?
Diese Frage hat die Menschheit seit eh und je bewegt. Doch die größte Frage war immer:
"Wo komme ich her - wo gehe ich hin?"
Und gerade diese Frage hat der König des Himmels, Jesus Christus, der Erde durch seine Lehre und sein Leben beantwortet.
Sein geistiges Leben, sein irdisches Leben, sein Fortleben nach seinem irdischen Tod ist durch das Alte und Neue Testament belegt.
Und immer waren es Worte, die von Menschen übermittelt wurden, die mit der Gotteswelt in Verbindung standen.
Gott, der Lebensgeber, hat immer Propheten und Prophetinnen, Diener und Dienerinnen, Werkzeuge im Menschenkleid, die seine Botschaften überbringen.
So wissen wir auch, dass nichts, aber auch gar nichts ohne die Liebe Gottes, ohne Seine gegebenen Gesetze geschaffen werden kann.
Er ist die vollkommene Liebe! Zu allen Zeiten hatte Er Seine Diener und Dienerinnen auch im Menschenkleid - bis auf den heutigen Tag - und bis in alle Zukunft dieser Welt.
Und wir Menschen? Wo begann unser Leben?

1. Mo 1,26 Und Gott sprach: Wir wollen Menschen machen nach unserm Bild uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh auf der ganzen Erde, auch über alles, was auf Erden kriecht!
1. Mo 1,27 Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich schuf er sie.
1.Mo 9,6 Wer Menschenblut vergießt, des Blut soll auch durch Menschen vergossen werden; denn Gott hat den Menschen nach seinem Bild gemacht.

1.Kor 15,49 Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen.
2.Kor 3,18 Wir alle aber spiegeln mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wider und werden umgewandelt in dasselbe Bild, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich von des Herrn Geist.

(Schlachterbibel 1951)

Paulus schrieb an die Epheser:
"Jede Vaterschaft, die im Jenseits und Diesseits diesen Namen führt, hat in Ihm ihren Ursprung" (Eph. 3,15).

Jesus sprach:
"Wisset ihr nicht, dass der Schöpfer [Lebensgeber] von Anfang an ein Männliches und ein Weibliches als zusammengehörig geschaffen und gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und fest zu dem für ihn bestimmten Weibe halten, und beide werden sein wie ein einziges Lebewesen.
Sie sind also nicht als zwei zu betrachten, sondern als ein unteilbares Ganzes.
Was daher Gott paarweise zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht trennen"
(Matth. 19,4-6).

An anderer Stelle steht geschrieben:
"Aber Gott selbst schuf im Anfang Männliches und Weibliches als paarweise zusammengehörig. Infolge dieser Zusammengehörigkeit wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und unzertrennlich mit seinem Weibe leben.
Beide sollen so zusammengehören, als wären sie nur ein einziges Lebewesen. In Wirklichkeit sind sie also nicht als zwei zu betrachten, sondern als nur eine Lebenseinheit.
Was Gott in solcher Weise zusammenfügte, darf der Mensch nicht trennen" (Mark.10,6-9).

Paulus an die Epheser:
"Aus diesem Grunde wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seinem Weibe hangen, und die beiden werden sein wie ein einziges Lebewesen.
Hierin liegt ein großes Geheimnis verborgen" (Eph. 5,31) [Dualität].

„ ... dass ihr nun neu gestaltet werdet durch den Geist der Erkenntnis, der euch verliehen wurde, und den neuen Menschen anziehen sollt, - jenen Menschen [Geist], der einst nach dem Bilde Gottes geschaffen worden war in Gottestreue, Reinheit und Wahrheitsliebe" (Eph. 4,23-24).
Paulus sagte, dass hier ein großes Geheimnis verborgen liege. Ja, wenn Gott am Anfang Männliiches und Weibliches schuf, was nach dem Bilde Gottes entstanden ist, so geschah dieser Schöpfungsakt im Geistigen, im Reiche Gottes.
Christus sagte: 'In Wirklichkeit sind sie also nicht als zwei zu betrachten, sondern als nur eine Lebenseinheit.' Ist dieses auf Erden zu finden?
Die Begriffe „Vater“ und „Mutter“ tauchen auf.
Demnach muss es in der geistigen Welt „Vater“ und „Mutter“ geben, die fähig sind, Wesen zu zeugen . . .
(Wir wissen aus den Bibelaussagen, dass vor langen Zeiten ein Teil der Engel von Gott abfiel).
Aus Unkenntnis über die Folgen - wenn die Ordnung Gottes verlassen wird - fielen geistige Kinder Gottes im Geistigen von Gott ab.
Die auf Erden lebenden Menschen - Geister im Erdenkleid - müssen erst wieder zurückfinden in die Ordnung Gottes - in ihre geistige Urheimat, um gemeinsam mit ihrem Dual Gott in Wahrheit zu die-nen.
Die grobe, materielle Form - das Menschenkleid - ist gesetzmäßig nach dem Abfall von Gott im Geistigen notwendig geworden, damit der Mensch - ein Geist im Erdenkleid - zurückfinden kann
Sein Leben hier auf dieser Welt gibt ihm die Möglichkeit, die Wahrheit - Gott - zu suchen und zu finden.
Um die Wahrheit zu verkünden, trat der erste Sohn Gottes in das Erdenleben. Er nahm dieses Leben auf sich, um der Menschheit durch sein gottestreues, liebevolles, vorbildliches Erdenleben den Weg zu Gott zu weisen.
Er baute die Brücke, die zurückführt in die ewige Heimat.
Die Brücke, die zurückführt, heißt:
Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst!
Diese Brücke kann jeder Mensch betreten - unabhängig von seinem heutigen „Stand“!
Es ist somit jedem möglich geworden - heimzukehren!
Doch der Weg ist sehr mühsam, muss der Mensch doch seine persönlichen Schulden erst abtragen.
Ist dieses in einem Erdenleben möglich?
Welche Aussagen über Inkarnation (Menschwerdung, Verkörperung) und das Weiterleben nach dem irdischen Tod enthalten die Schriften der vier Evangelien?
Bei der Deutung der Gleichnisse Jesu muss unbedingt beachtet werden, dass sie alle einen tiefen geistigen Hintergrund haben; denn die Lehre Christi ist eine Lehre des Geistes.


Auszüge aus: „Die Heilsbotschaft nach dem Bericht des Matthäus“

Beginnen möchte ich, die Aussagen nach dem Bericht des Matthäus zu durchleuchten:

"Seine Mutter Maria war mit Joseph verlobt. Vor ihrer Heirat stellte es sich jedoch heraus, dass sie unter Mitwirkung eines heiligen Geistes in Hoffnung war" (Matth. 1,18).
Unter „Mitwirkung“ ist zu verstehen, dass Joseph während des Zeugungsvorganges von einem heiligen Geist „erfüllt“ war. Er wurde sozusagen für diesen Akt als „Werkzeug“ benutzt, da Geist keine Materie aus sich schöpfen kann, sondern alle Zeugungsvorgänge nach den irdischen Naturgesetzen = Gottes Gesetze für alles Leben auf dieser Erde, ablaufen müssen.
Daher konnte sich Joseph, da er von einem heiligen Geist „erfüllt'“ war, auch nicht mehr an den Zeugungsakt erinnern.
So kann nach diesem Gesetz ein Mensch von einem heiligen Geist „erfüllt“ sein oder von einem bösen Geist „besessen“ sein.
Siehe die vielen Austreibungen böser Geister, die Menschen „besessen“ hatten und diese als Werkzeuge für ihre unguten Handlungen missbrauchten.
Das Gesetz besteht, und es liegt am Menschen selbst, welcher Macht er sich ausliefert.
Doch Joseph wurde aufgeklärt durch einen Geisterboten Gottes im Zustand des Hellsehens:
"Joseph, Sohn Davids, nimm ohne Bedenken Maria zur Frau! Denn die in ihr erfolgte Zeugung ge-schah unter Mitwirkung eines heiligen Geistes.
Doch der Sohn, den sie geboren wird, ist von deinem Samen, darum sollst du ihm auch den Namen geben und ihn „Jesus“ [Erlöser] nennen.
Denn er ist es, der sein Volk von der Sünde des Abfalls erlösen wird" (Matth. 1,20-21).
Dieser Sohn von Maria und Joseph war die gesetzmäßige Inkarnation des ersten Sohnes Gottes.
Er verließ seine lichte Geistheimat, sein Königreich, um als Mensch geboren zu werden. Auf diese natürliche Art inkarnieren sich alle Geistwesen auf Erden - es ist ein göttliches Gesetz.
Die Geisterboten Gottes führten auch die so genannten „Heiligen drei Könige“ aus dem Osten und wiesen sie an, auf einem anderen Weg zurückzukehren, um König Herodes den Geburtsort Jesu zu verheimlichen.
Die Boten Gottes wiesen auch Joseph an, mit Maria und dem Kind nach Ägypten zu fliehen.
So stand und steht das Leben dieser Welt in einer ständigen Verbindung mit der Geisterwelt Gottes, also unter Gottes Schutz und Führung, wenn die Menschen diese Führung wollen!

Später trat Johannes der Täufer auf und predigte:
"Ändert eure Gesinnung; denn die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes steht nahe bevor" (Matth. 3,2).

Dass Jesus der Sohn Gottes ist, wird bezeugt nach seiner Taufe:
"Und eine Stimme rief ihm vom Himmel her zu: "Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen hatte" (Matth. 3,17).

In der Wüste trat die abgefallene Geisterwelt in der Gestalt des „Teufels“ an Jesus heran, um ihn zu verführen, um ihn von seinem Erdenauftrag abzubringen, um ihn „von Gott abfallen zu lassen“!
Auch hier das Gesetz der Verbindung von Geist und Mensch.
So kann ein sensibler Mensch, der mediale Fähigkeiten besitzt, leichter von guten oder bösen Geistwesen beeinflusst werden.

Diese wenigen Bibelstellen beweisen schon die Existenz eines Geisterreiches und eines materiellen Bereiches sowie die Einwirkungsmöglichkeiten von Seiten der Geisterwelt - der guten wie der bösen - auf die Menschen.

Nun begann die Lehrtätigkeit Jesu. Auch seine Predigt enthielt die Mahnung:
"Ändert eure Gesinnung! Denn die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes steht nahe bevor" (Matth. 4,17).

Jetzt folgt eine erste konkrete Aussage, die ein Weiterleben im Jenseits nach dem irdischen Tod belegt:
„Wer aber alles erfüllt und die Menschheit entsprechend lehrt, der wird im Jenseits groß dastehen" (Matth. 5,19).

Nennen wir ab jetzt das Reich des Geistes das „Jenseits“ und das Reich der Erde das „Diesseits“.
Ein weiteres Gleichnis, welches die „Reinkarnation“ (Wiedergeburt) verdeutlicht:
„ ... Du würdest dann ins Gefängnis geworfen; und ich kann dir versichern, dass du dort nicht mehr herauskommen würdest, bis du den letzten Pfennig bezahlt hättest" (Matth. 5,26).

Durch unseren Abfall von Gott dürfen wir das „Gefängnis“ Erde durchlaufen, um unser Inneres - unsere Seele - von allen „Sünden“, die wir begangen haben, zu reinigen, um damit zügiger unsere Gotteskindschaft erkennen und anerkennen zu können.
Und es ist kaum vorstellbar, dass ein verschuldetes Wesen dieses in einem Erdenleben schafft.
Zwischen den irdischen Geburten lebt das Wesen in geistigen Bereichen, in den so genannten „Läu-terungsstufen“, wo es mit Gleichgesinnten zusammenlebt und auch dort die Möglichkeit hat, sich zum Guten zu wenden, um Schuld abzutragen.
Dieser Prozess ist auf Erden schneller möglich. Allein der freie Wille, die Gesinnungsänderung, sind entscheidende Grundvoraussetzungen, sich mehr oder weniger schnell aus dem Kreislauf der Wiedergeburten zu lösen.
Den Weg und die Voraussetzungen für eine schnellere geistige Entwicklung brachte uns Jesus „Christus“ - der „Gesalbte“, der „Messias“.
Seine Lehre soll uns schützen, fördern, führen und auch die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes ermöglichen.

Dann kommt eine klare Aussage, die bestätigt, dass wir alle Kinder Gottes sind:
"Dadurch werdet ihr euch als Kinder eures himmlischen Vaters erweisen" (Matth. 5,45).

Die Liebe Gottes umfasst alle seine Kinder! " ... Eure Liebe soll daher alle umfassen, wie ja auch die Liebe eures himmlischen Vaters sich auf alle erstreckt" (Matth. 5,48).

Diese Aussage Jesu stellt ganz eindeutig klar, dass Gott ein Gott der Liebe ist - und kein Rache- und Richtergott!
Diese Aussage ist doch eine so große Hoffnung und Freude für alle Menschen!
Wir brauchen einen Gott der Liebe nicht zu fürchten. Fürchten müssen wir uns nur vor unseren bö-sen Werken, die schon in den Gedanken beginnen.

"Sammelt euch nicht Schätze auf Erden, wo Motten und Rost sie fressen und wo Diebe einbrechen und stehlen.
Sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie fressen und wo keine Diebe einbrechen und stehlen können. Denn wo deine Schätze sind, da wird auch dein Herz sein" (Matth. 6,19-21).

Wozu soll sich ein Mensch „Schätze“ im Himmel sammeln, wenn es keinen geben würde und er nicht dorthin zurückkehren könnte?
Die „Schätze“, die Christus meint, sind geistige Schätze, geistige Werte, geistige, gute Tugenden, wie sie im Himmel nur sein können in reiner und vollkommener Art.
Diese geistigen Schätze kann sich jeder Mensch schon im Menschendasein erringen, diese kann niemand stehlen, da sie geistig und damit ewig sind.
Je mehr die Seele gereinigt wird, desto stärker und klarer werden die geistigen Werte zutage treten.

Eine ganz wichtige Aussage machte Jesus auch in Bezug auf die Verbindung mit bösen Geistern:
"Haltet euch fern von der Verbindung mit den bösen Geistern! Diese kommen in Schafskleidern zu euch, inwendig aber sind sie raubgierige Wölfe. An ihren Taten w erdet ihr sie erkennen " (Matth. 7,15-16).

Hier weist Jesus einmal auf die Möglichkeit der Verbindung mit der bösen Geisterwelt hin, auf die damit verbundene Gefahr, und zum anderen weist er darauf hin, woran man sie erkennen kann: Nur an ihren Taten!
Die Verbindung mit dem Schattenreich beinhaltet niemals Aufrufe zur Liebe, zum Gutsein, führt den Menschen nicht direkt auf Gott zu!
Daran kann man die Werke der bösen Geisterwelt erkennen.
Doch müssen alle Werke genau geprüft werden, denn Jesus betonte, dass diese in Schafskleidern kommen - also unschuldig, fromm wirken. Deshalb muss der Mensch immer nach der Wahrheit suchen - in allen Dingen!

Jesus wunderte sich einmal über den Glauben eines Hauptmanns.
Er äußerte in dieser Situation:
"Ich sage euch, dass ich in Israel noch bei keinem einen solchen Glauben gefunden habe. Und ich gebe euch die Versicherung, dass viele von Osten und Westen kommen und sich mit Abraham, Isaak und Jakob im Himmelreich zum Mahle niedersetzen werden.
Aber die Kinder des Reiches werden draußen bleiben und in die Finsternis verwiesen werden. Dort wird lautes Jammern und Zähneknirschen sein" (Matth. 8,10-12).

Der Glaube des fremdländischen Hauptmanns an die Werke Jesu war sehr stark. Und Jesus brachte ihn in Verbindung mit dem Himmelreich, in dem viele nach ihrem irdischen Tod mit Abraham, Isaak und Jakob zum Mahle Platz nehmen.
Hier wird wiederum eindeutig das Weiterleben nach dem Tode bestätigt, und es werden die Urväter Israels genannt, die ja auch auf Erden gelebt hatten.
Auch werden Mahlzeiten eingenommen.
Damit wird erklärt, dass in den himmlischen Bereichen kein bestimmter Bewusstseinszustand, son-dern ein lebendiges Leben herrscht.

Die nicht zu diesem Glauben finden, werden in die 'Finsternis' verwiesen, um sich weiterhin zu läu-tern.
Das ist sehr unbequem und anstrengend, mit viel Mühe und Plage verbunden. Darum das laute Jammern und Zähneknirschen.
Auch die Ungläubigen leben nach dem irdischen Tod weiter, nur eben in Läuterungssphären, wo nur so viel „Licht“ ist, wie auf Erden in ihrem Herzen war.

"Ein anderer von seinen Anhängern sagte zu ihm: "Herr, erlaube mir, zuerst hinzugeben und meinen Vater zu begraben." Jesus erwiderte ihm: "Gehe du mit mir und lass die geistig Toten ihre geistig Toten begraben" (Matth. 8,21-22).

Selbst die „Lebenden“ bezeichnete Jesus als die „geistig Toten".
Damit ist der Abfall, die Abgewandtheit von Gott, die Verleugnung Gottes gemeint.
Menschen ohne wahren Glauben an Gott, Jesus Christus und die heilige Geisterwelt Gottes sind „geistig tot“. Auch auf Erden!

Als Jesus in das Gebiet der Gadarener kam, traten ihm aus den Grabkammern zwei Besessene entgegen.
"Bei seinem Anblick schrien sie laut: "Was willst du von uns, Sohn Gottes? Bist du hierher gekommen, um uns vor der Zeit zu quälen" (Matth. 8,29)?
Man merke auf: die Besessenen erkannten ihn als Sohn Gottes!
Die Menschen erkannten ihn nicht - aber zwei Besessene!
Daraus ist klar zu erkennen, dass es die Geister waren, die in diesen Menschen wohnten, die ihn erkannten - und seinen Auftrag!
Geist erkennt den Geist im Menschen, seine Gedanken und Strahlkraft.
Darum hat es der Menschengeist auch so schwer, im Irdischen das Geistige in jedem Geschehen, in jedem Wort zu entdecken.
Die „Besessenen“ die von fremdem Geist in Besitz genommenen Menschen, deren Geist einfach unterdrückt, beiseite geschoben wird, sind erst wieder sie selbst, wenn der fremde Geist sie verlassen hat.
Jesus konnte diese fremden Geister aus den Menschen „austreiben“, da sie seine Liebe und Autorität auf geistiger Ebene erkannten und somit seinen Aufforderungen nachkamen.
Auch jeder wahre Jünger Christi ist mit diesen Befähigungen ausgerüstet.

Jesus sagte: "Ihr werdet Großes und Größeres verrichten können als ich!"
Halten wir uns die Wichtigkeit dieser Verheißung immer wieder vor Augen!
Die Heilkraft von Jesus war bekannt und bewundert worden. Man fasste viel Vertrauen zu ihm, und viele kamen zum Glauben. So kam auch ein Vorsteher zu ihm.

"Dieser warf sich nun vor ihm auf die Knie und flehte ihn an: "Ach, meine Tochter ist soeben gestorben. So komm doch und lege deine Hand auf sie, dann wird sie wieder zum Leben kommen" (Matth. 9,18).

Selbst dieser Vornehme wurde in der Nähe Jesu demütig, fiel auf die Knie und flehte Jesus um Hilfe an. Und welchen Antrag stellte er an ihn: Seine Tochter wieder zum Leben zu erwecken! Man stelle sich diese Begebenheit einmal in der heutigen Zeit vor.

"Da trat er zu der 'Toten' und fasste sie bei der Hand. Sofort stand das Mädchen auf. Die Kunde hiervon verbreitete sich in jener ganzen Gegend" (Matth. 9,25-26).
Zuvor sagte Jesus zu der lärmenden Menge:
"Entfernt euch von hier!" - sagte er "Denn das Mädchen ist nicht tot, sondern schläft." Da verlachten sie ihn" (Matth. 9,24).

Jesus sah, dass sich der Geist, der mit dem Erdenkörper durch ein feines geistiges Band verbunden ist - die Lebensschnur -, noch nicht vom Körper getrennt hatte.
Aufgrund der Berührung des Mädchens durch die Hand Jesu kam der Geist sofort in den Körper des Mädchens zurück und „belebte“ ihn wieder.
So lange diese Lebensschnur noch mit dem Körper in Verbindung ist, kann der Geist jederzeit zurückkehren. Dieses Phänomen ist gegeben, wenn man von „Scheintoten“ spricht.
Dass nicht nur Jesus Kranke heilen konnte, erfahren wir an einer anderen Stelle.
"Eines Tages rief er zwölf von seinen Jüngern zu sich und gab ihnen die Vollmacht, unreine Geister auszutreiben und alle Krankheiten und Gebrechen zu heilen“ (Matth. 10,1).

Diese sollten nicht nur heilen und helfen, sondern auch die Heilsbotschaft predigen.
Jesus gab ihnen folgende Weisung:
"Auf eurer Wanderung sollt ihr davon predigen, dass die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes nahe bevorsteht. Heilt Kranke, erweckt Tote, macht Aussätzige rein, treibt böse Geister aus. Unentgeltlich habt ihr es empfangen, unentgeltlich sollt ihr es weitergeben.
Sucht nicht Gold, Silber oder Geldmünzen in eure Börsen zu bekommen. - ... Denn der Arbeiter ist seines Unterhaltes wert" (Matth. 10,7-10).

Sie sollten die Heilsbotschaft verkünden, dass die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes nahe bevorstand.
Das sagt aus, dass diese Verbindung bis dahin nur bei einzelnen Personen bestand, diese Verbindung dann aber im größeren Umfang stattfinden würde.
Ja, nach seinem Tod auf Erden, nach seiner Rückkehr in das himmlische Reich hatte er ja die Geisterwelt Gottes, die Geisterwelt der Wahrheit - den Heiligen Geist - all jenen versprochen, verheißen, die die Voraussetzung für diese Verbindung in ihrem Erdenleben erbrachten.
Siehe das Pfingstgeschehen.
Jesus sagte zu dieser Verbindung mit der Geisterwelt Gottes:
"Zwar unterdrückt man seit dem Tage, wo Johannes der Täufer auftrat, bis auf diese Stunde mit Gewalt die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes, und die, welche die äußere Macht dazu haben, reißen den Glauben an eine solche Verbindung aus dem Herzen des Volkes.
Und doch hatten schon vor Johannes alle die, welche als Werkzeuge Gottes sprachen, sowie das Mosaische Gesetz selbst, jene Verbindung bereits vorherverkündet.
Und wenn ihr es annehmen wollt: Johannes ist Elia, der wiederkommen sollte. Wer das rechte Verständnis für meine Worte besitzt, der merke sie sich" (Matth. 11,12-15).

An dieser Stelle sagte Jesus ganz deutlich aus, dass Johannes der Täufer der wiedergeborene (reinkarnierte) Elia war, der Prophet im Alten Testament!
Spielt sich nicht heute dasselbe ab in ähnlicher Form?
Wird nicht auch heute eine „Verbindung mit der Geisterwelt Gottes“ von christlichen Gemeinschaften verneint und als „Verbindung mit Satan“ hingestellt?
Heute soll es nicht mehr möglich sein, dass Gott Seine Boten zu den Menschen sendet?
Zum Wirken Jesu sagt das Wort des Propheten Jesaja:
"Siehe, das ist mein Knecht, den ich mir erwählt habe, mein Geliebter, an dem mein Herz hängt! Ich will ihm meine Geisterwelt zur Verfügung stellen.
Er wird den Völkern verkünden, dass der Tag der Entscheidung für sie gekommen ist. ... Auf seinen Namen werden die Völker ihre Hoffnung setzen" (Matth. 12,18-21; Jes. 42,1-4).

So gingen alle Prophezeiungen in Erfüllung - und so werden noch nicht erfüllte Prophezeiungen und Verheißungen in Erfüllung gehen!

Die Geisterwelt Gottes stand Jesus und steht allen Jüngern zur Verfügung; denn mit ihrer Hilfe sind die 'Wunder' erst möglich:
"Wenn ich aber mit Hilfe eines Geistes Gottes die Dämonen austreibe, dann ist ja die Geisterwelt Gottes tatsächlich schon zu euch gekommen. ... Darum sage ich euch: Für jede Sünde und Läste-rung wird den Menschen Begnadigung gewährt.
Aber für die Lästerung der Geisterwelt Gottes gibt es keine Begnadigung. ... Wer aber etwas wider die heilige Geisterwelt sagt, der hat weder in diesem noch in dem folgenden Zeitalter Begnadigung zu erwarten" (Matth. 12,28-32).

Die Pharisäer und Schriftgelehrten hatten nämlich behauptet:
"Nur im Bunde mit Beelzebub, dem Obersten der Teufel, treibt dieser die bösen Geister aus" (Matth. 12,24).
Wer sich also gegen die Geisterwelt Gottes stellt, der wird noch in vielen Erdenleben „wieder-gut-machen“ müssen. So hoch hat Jesus den Wert dieser Geisterwelt angesetzt.
Und wie behandelt man diese Geisterwelt heute?
Wer also in diesem noch in dem folgenden Zeitalter keine Begnadigung findet, muss schon nach dem „irdischen“ Tod „weiterleben“, damit irgendwann einmal die Begnadigung erfolgen kann.

Nun kommt eine Aussage Jesu, die von einem bösen Geist handelt, der von einem Menschen ausgefahren ist:
"Wenn der böse Geist vom Menschen ausgefahren ist, so irrt er durch trostlose Weltenräume und sucht Ruhe, findet aber keine. Dann sagt er sich: 'Ich will in mein voriges Heim, das ich verließ, wieder zurückkehren.'
Wenn er dann hinkommt, findet er es aufgeräumt, schön gefegt und geschmückt. Dann geht er noch sieben andere Geister holen, die schlimmer sind als er selbst.
Gelingt es ihnen, dort wieder einzudringen, dann setzen sie sich darin fest; und der letzte Zustand eines solchen Menschen wird noch ärger werden als der erste" (Matth. 12,43-45).

So irrt solch ein Geist durch trostlose Räume und sucht Ruhe - findet aber keine!
Er bewegt sich also in trostlosen Sphären und findet keine Ruhe. Er lebt demnach in geistigen Sphären, die mit den himmlischen Sphären keine Ähnlichkeit haben.
Und darum will er lieber wieder zu dem Menschen zurückkehren, den er verlassen hatte.
Allein ist er in diesen Sphären auch nicht, denn es leben dort noch andere Geister seiner Gesinnung, und viele sind noch schlimmer als er!
In solche Sphären kehren auch die Menschen nach ihrem irdischen Tod zurück, die keine guten Taten auf Erden vollbrachten.

Nun eine Stelle, an welcher von einem 'Ungläubigen' eine bemerkenswerte Aussage gemacht wird:
"Zur selben Zeit drang die Kunde von Jesus zu dem Vierfürsten Herodes. Da sagte dieser zu seinen Hofleuten: "Er ist gewiss Johannes der Täufer, der von den Toten auferstand. Darum sind auch solche Wunderkräfte in ihm wirksam" (Matth. 14,12).
Herodes glaubte also an ein Weiterleben nach dem Tode und sogar an eine kurzfristige Wiederge-burt!
Hier eine weitere Stelle im Neuen Testament, die den Glauben der damaligen Juden an ein Weiterleben und die Wiedergeburt beweist:
"Jesus kam in die Gegend von Cäsarea Philippi. Da stellte er an seine Jünger die Frage: "Was meinen die Leute, wer ich als Menschensohn sei?"
Sie erwiderten: "Die einen halten dich für Johannes den Täufer, andere für Elia, wieder andere für Jeremia oder sonst einen von den Propheten."
Er fragte weiter: „Ihr aber - für wen haltet ihr mich denn?" Da gab Simon Petrus ihm die Antwort: "Du bist der Messias, der Sohn Gottes, des Erretters."
Jesus wandte sich zu ihm mit den Worten: "Du bist glücklich zu preisen, Simon, Sohn des Jona, weil nicht dein eigenes menschliches Denken dir dieses Bekenntnis eingab, sondern mein himmlischer Vater" (Matth. 16,13-17).

Das Volk glaubte also auch an das Weiterleben nach dem Tode und die Wiedergeburt.
Bemerkenswert ist die Erklärung an Petrus, dass nicht das eigene menschliche Denken des Petrus Jesus als Messias, als Sohn Gottes erkannte, sondern es durch eine Verbindung mit der heiligen Geisterwelt geschah!
Damit wird deutlich, dass menschliche Aussagen - unbewusst - durch Geister geschehen können!

Eine weitere bemerkenswerte, wichtige Aussage von Jesus, die kaum als Beweis aufgeführt wird und doch so tiefgründig die Wahrheit enthält:
"Ich sage euch: Einige von denen, die hier stehen, werden den irdischen Tod nicht kosten, bevor sie den Menschensohn im Glanze seiner Königswürde haben erscheinen sehen" (Matth. 16,28).

Das Erscheinen Jesu im Glanze seiner Königswürde und mit seiner Geisterwelt wird am Ende der jetzigen Zeitperiode sein - war demnach nicht nach seinem damaligen Erdentod zu verstehen.
Wenn also zu seiner Zeit Menschen - in diesem Falle sprach er zu seinen Jüngern - bis zum Zeitpunkt seiner Wiederkunft den irdischen Tod nicht kosten werden, so müssen diese in den Zeiten der Wiederkunft auf dieser Welt leben, damit sich die Bibelstelle erfüllen kann!
Diese Aussage Jesu beinhaltet, dass einige von denen, die bei ihm waren, wieder leben werden, wenn die Zeit seiner Wiederkunft gekommen ist.
Diese Zeit wird ebenfalls das Ende einer Zeitperiode für diese Welt sein!
Erstaunlich ist überhaupt, wie Jesus den Menschen mit wenigen Worten eine Fülle von Wahrheiten, Geschehnissen und Gesetzen brachte!

Doch es geht weiter mit Beweisen:
"Sechs Tage später nahm Jesus den Petrus, den Jakobus und dessen Bruder Johannes mit sich und führte sie auf einen sehr hohen Berg, wo sie allein waren.
Da wurde seine menschliche Gestalt vor ihren Augen verwandelt. Sein Antlitz leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden hellglänzend wie Schnee.
Es erschienen ihnen Mose und Elia und besprachen sich mit ihm.
Da sagte Petrus zu Jesus: "Herr, es ist so schön hier! Wenn es dir recht ist, will ich hier drei Zelte aus belaubten Zweigen herrichten: eins für dich, eins für Mose und eins für Elia." Während er noch redete, breitete sich eine helleuchtende Wolke über sie aus, und eine Stimme rief aus der Wolke: "Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen hatte; höret auf ihn!"
Als die Jünger dies vernahmen, fielen sie auf ihr Angesicht und gerieten in große Schrecken. Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: "Steht auf und seid ohne Furcht!"
Als sie nun ihre Augen aufschlugen, sahen sie sonst niemand als Jesus.
Während sie den Berg hinabgingen, gab Jesus ihnen die Weisung: "Saget niemand etwas von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist."
Da fragten ihn seine Jünger: "Was sprechen denn die Schriftgelehrten davon, dass Elia zuerst kommen müsse?"
Er gab ihnen zur Antwort: "Elia kommt öfters und hilft alles wieder zu Gott zurückzuführen. Und ich kann euch mitteilen, dass Elia schon einmal dagewesen ist; doch sie haben ihn nicht erkannt, son-dern taten ihm alles an, was in ihrer Macht stand." Da wurde es den Jüngern klar, dass er mit seinen Worten Johannes den Täufer meinte" (Matth. 17,1-13).


Analyse dieses Geschehens:
Durch geistige Kräfte wurde die Gestalt Jesu verwandelt - in viel Licht -, ein Zeichen der Liebe Got-tes.
Zwei geistige Wesen - von den Jüngern als Mose und Elia erkannt - wurden den Menschenaugen „sichtbar“ gemacht! Elia und Mose - zwei, die in ihrer Gestalt im Jenseits weiterwirkten und mit Jesus eine „Besprechung“ auf dem Berge hatten.
Eine helleuchtende Wolke breitete sich aus, aus der die Jünger eine Stimme vernahmen, die Jesus als Sohn Gottes bestätigte!
Es herrschte eine harmonische Schwingung, die von den Jüngern stark empfunden wurde.
Die Aussage Jesu, dass Elia öfters kommt und im letzten Fall als Johannes der Täufer, beinhaltet, dass Johannes - Elia - auch heute wieder vorbereitend wirkt!
Die Jünger sollten dieses Erlebnis erst dann kundtun, wenn Jesus von den Toten auferstanden war!
Die Jünger traten einmal an Jesus heran und stellten ihm die Frage:
"Wer kann wohl eine höhere Stufe im Jenseits erlangen?" Da rief Jesus ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sprach: "Ich sage euch: Wenn ihr euch nicht ändert und werdet wie die Kinder, könnt ihr keinen Zutritt zu den höheren Stufen des Jenseits finden. Wer aber demütig ist, wie dieses Kind, der wird die höheren Stufen im Jenseits erreichen" (Matth. 18,1-4).

Der Glaube der Jünger an eine Weiterexistenz im Jenseits wird hier ganz deutlich zum Ausdruck gebracht. Sie fragen sogar nach höheren Stufen.
Und Jesus erklärt am Beispiel eines Kindes, dass nur der, der die Demut besitzt, Zutritt zu diesen höheren Stufen im Jenseits hat.
Sehr bemerkenswert ist die Aussage über das Vorhandensein vieler Entwicklungsstufen oder Sphä-ren im Jenseits.
Eine, die immer wieder angesprochen wird, ist die so genannte „Hölle“.
Diese Stufe ist eine tiefe Läuterungsstufe, wo es aufgrund aller fehlenden Tugenden gesetzmäßig „heiß“ hergehen muss.

Jesus sagte: "Alle Fesseln, die ihr euch im Diesseits anlegt, habt ihr auch im Jenseits zu tragen, und von allen Fesseln, von denen ihr euch im Diesseits befreit, werdet ihr auch im Jenseits befreit sein" (Matth. 18,18).

Das bedeutet, dass der Geist und die Seele die Träger allen Lebens sind und alles speichern, was der Mensch in diesem Leben erlebt - gedacht, geredet und getan hat.
Ist er ein großer „Sünder“, werden auch all seine Sünden ins Jenseits mitgenommen.
Es ist also der größte Trugschluss, dass mit dem irdischen Tod alle irdischen Taten gelöscht seien. Dieser Trugschluss ist es eigentlich, der die Menschen so viel Böses tun lässt.
Doch alles bleibt im Geistigen des Menschen - welches weiterlebt - aufgezeichnet: Das Böse wie das Gute!
Darum gibt es keine Fluchtmöglichkeit!
Auch der Selbstmord ist kein Mittel zur Lösung von Problemen.
Das Leid des Menschen soll ihn ja läutern und wieder zu Gott führen; denn Gott allein kann helfend eingreifen, eben durch das Wirken der heiligen Geisterwelt direkt am Menschen (Schutzengel).
Darum sollen wir ja bitten.
Das Gebet ist die direkte Verbindung mit Gott.
Jesus gibt die Verheißung:
"Wenn auch nur zwei von euch auf Erden einmütig um etwas beten, so wird es ihnen von meinem himmlischen Vater gewährt werden. Denn wo auch nur zwei oder drei versammelt sind, um meiner Sache zu dienen, da bin ich mitten unter ihnen" (Matth. 18,19-20).

Diese Stelle unterstreicht deutlich die Wichtigkeit eines einmütigen Gebetes.
Selbstverständlich müssen zu einem Gebet nicht immer zwei zusammen sein.
Doch wenn zwei beten, dann sollte es ein einmütiges Gebet sein. Und Jesus sagt, dass es von sei-nem himmlischen Vater gewährt würde, worum gebeten wird.
Weiterhin verspricht er, dass er mitten unter denen sein werde, die seiner Sache dienen, auch wenn es nur zwei oder drei sind.
Er kann nicht mitten unter allen sein zur selber Zeit, doch er meinte damit das Wirken der heiligen Geisteswelt (Schutzengel, Lehr- und Führungsgeister), die im Auftrage Gottes zur sofortigen Unter-stützung bereit steht.

Über die Vergebung - eine der wichtigsten christlichen Handlungen - fragte ihn Petrus:
"Herr, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, wenn er sich gegen mich verfehlt? Etwa im Ganzen siebenmal? Jesus entgegnete: "Ich sage dir: Nicht bloß siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal" (Matth. 18,21-22).
Wie wichtig ist die Vergebung! Sie ist ein Schlüssel für die Lösung von Bindungen zwischen Men-schen. Die Menschen verurteilen, beurteilen, kritisieren sehr häufig!
Menschen werden verurteilt, die noch nicht einmal eine Verfehlung gegen den verurteilenden Men-schen begangen haben!
Darum warnte Jesus so eindringlich vor Verurteilungen.
Alles hat doch einen geistigen Hintergrund.
Doch wir sollen immer wieder jenen vergeben, die sich gegen uns verfehlt haben!
Wenn Jesus dieses so hoch einstuft, gibt es für uns überhaupt einen Grund zur Beurteilung und Verurteilung eines Menschen, der sich fehlverhält?
Jesus sagte sogar:
"Hat dein Bruder ein Unrecht gegen dich begangen, so gehe zu ihm und sprich dich unter vier Augen mit ihm aus" (Matth. 18,15).

Alles soll dazu beitragen, dass wir uns keine Fesseln im Diesseits anlegen - Bindungen durch Fehlverhalten gegenüber anderen Menschen -, die wir im Jenseits auch tragen werden!
Dazu sollte man das Gleichnis Jesu vom untreuen Beamten lesen (Matth. 18,23-35).
Jesus sagt zum Schluss dieses Gleichnisses:
"In gerechtem Zorn übergab ihn sein Herr den Gerichtsdienern, bis er ihm die ganze Schuld bezahlt hätte. So wird auch mein himmlischer Vater mit jedem von euch verfahren, der seinem Bruder nicht von Herzen vergibt" (Matth. 18,34-35).

Damit will Jesus verdeutlichen, dass die Fesseln so lange getragen werden müssen, bis man aus wahrem Herzen vergeben hat!
Darum sind oftmals viele neue Erdenleben notwendig, wo zwei, die einander nicht vergeben können, immer wieder zusammengeführt werden, um wiedergutzumachen, um bei gegebenen Möglichkeiten das Gesetz der Vergebung zu erfüllen.

"Da kam einer zu ihm und fragte ihn: "Meister, - nenne mir das Gute, das ich zu tun habe, wenn ich das künftige Leben erlangen will." Er entgegnete: "Was fragst du mich nach dem Guten? Nur einer ist der Gute. Willst du jedoch ins Leben eingehen, so halte die Gebote." - "Welche Gebote denn?" - fragte jener weiter. Jesus antwortete: "Das Gebot: Du sollst nicht töten, nicht ehebrechen, nicht falsches Zeugnis ablegen; deinen Vater und deine Mutter ehren und deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (Matth. 19,16-19).
Die Gebote halten - um das zukünftige Leben im Jenseits zu erlangen! Sonst nichts!

"Hierauf wandte sich Petrus an ihn mit den Worten: "Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir gefolgt. Welcher Lohn wird uns nun dafür zuteil werden?"
Die Antwort Jesu lautete: "Ich sage euch: Ihr, die ihr mir gefolgt seid, werdet in dem bevorstehenden neuen Leben, wenn der Menschensohn auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzt, gleichfalls auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
Und wer Bruder oder Schwester, Vater oder Mutter oder Kinder, Äcker oder Häuser verließ, um meiner Sache zu dienen, wird hundertmal Wertvolleres dafür wiedererhalten und das zukünftige Leben erlangen, das nach einem göttlichen Gesetz für ihn bereitgestellt ist" (Matth. 19,27-29).

Das zukünftige Leben - das Leben im Jenseits - ist für jeden nach einem göttlichen Gesetz bereitge-stellt!
Ganz ausgedeutet heißt dieses, dass der Platz, den jedes Wesen im Jenseits innehatte, freigehalten wird für seine Rückkehr.

"Eines Tages trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm, kniete vor ihm nie-der in der Absicht, ihm eine Bitte vorzutragen.
Da fragte er sie: "Was wünschest du?" Sie antwortete: "Ordne doch an, dass von diesen meinen beiden Söhnen in deinem Reiche einer zu deiner Rechten und der andere zu deiner Linken sitzen soll."
Jesus entgegnete ihr: "Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde?" - „Wir können es", war die Antwort.
"Meinen Kelch sollt ihr freilich trinken," - entgegnete Jesus - "aber den Platz zu meiner Rechten und Linken habe nicht ich zu vergeben, sondern er wird denen zuteil, für die er von meinem Vater bestimmt ist" (Matth. 20, 20-23).

Die Mutter wollte für ihre Söhne sorgen nach deren irdischem Tod. Denn Jesus hatte ja gesagt, dass sein Reich nicht von dieser Welt sei.
So glaubte sie fest an ein Weiterleben nach dem Tode in jenseitigen, himmlischen Bereichen.
Äußerst wichtig ist auch die Aussage Jesu, dass nicht er diese Plätze vergeben kann, sondern dass sie nur von Gott vergeben werden können.
Wie oft hat Jesus auf seinen Vater im Himmel hingewiesen und gesagt, dass es auch unser Vater sei!
Damit stellte er immer wieder klar, dass er der Sohn Gottes ist und nicht Gott selbst, wie es irrtümlich und unbegreiflicherweise von Menschen behauptet wird.

"Wenn einer kinderlos stirbt, so soll sein Bruder dessen Frau heiraten und dem verstorbenen Bruder Nachkommenschaft sichern.
Nun lebten sieben Brüder bei uns. Der erste war verheiratet und starb kinderlos und hinterließ seine Frau seinem Bruder. Ebenso der zweite und dritte; und so kamen schließlich alle sieben an die Rei-he. Dann starb auch die Frau.
Wem von den sieben wird nun die Frau bei der Auferstehung angehören?
Alle sieben haben sie ja zur Frau gehabt.
Jesus gab ihnen zur Antwort: "Ihr habt eine ganz irrige Anschauung, weil ihr weder die Schriften noch die Wirkung der Gesetze in der Schöpfung Gottes versteht. Denn bei der Auferstehung braucht sich weder der Mann eine Frau zu suchen, noch die Frau einen Mann.
Es wird bei ihnen dasselbe Gesetz herrschen, wie bei den Geistern des Himmels. -
Was nun die Auferstehung der Toten selbst betrifft, erinnert ihr euch da nicht des Ausspruches Gottes: 'Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs!' Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden" (Matth. 22,24-32).

Die Frage der Saduzäer an Jesus macht deutlich, dass diese über die Schriften und über geistige Gesetze nicht viel wussten, denn sonst wäre ihnen das Gesetz der Dualität bekannt gewesen, dass immer zwei Wesen „paarweise“ zusammengehören.
So ist es doch für jeden Menschen sehr wichtig zu wissen und empfinden zu dürfen, dass er einen nur zu ihm passenden geistigen Partner hat, dass sich beide irgendwann einmal vereinigen werden, und dann gemeinsam die zukünftigen Wege zu gehen, um Gott gemeinsam zu dienen.
Die Saduzäer glaubten nicht an die „Auferstehung“ - das Weiterleben in einer anderen Welt und dass alle Verstorbenen dort wieder zusammenfinden würden.
Jesus ergänzt die Aussage über die „Auferstehung“, indem er den Gott Abrahams, Isaaks und Ja-kobs nicht als einen Gott von Toten, sondern von Lebenden beschreibt.

Ein weiterer Hinweis Jesu auf das Weiterleben nach dem Tode:
"Jerusalem, Jerusalem! das du die Propheten tötest und die steinigste die zu dir gesandt werden! Wie oft wollte ich deine Kinder um mich sammeln, wie eine Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel sammelt; doch ihr habt nicht gewollt. So muss denn eure himmlische Wohnung leer bleiben" (Matth. 23,37-38).

Der Satz: „So muss denn eure himmlische „Wohnung“ leer bleiben“, bezeugt wiederum, dass die wahre Wohnung, die wahre Heimat für alle Menschen der Himmel ist.
Doch solange der Menschengeist nicht alles wiedergutgemacht hat, bleibt die einstens verlassene Wohnung leer.

Als Jesus beim Abendmahl den Becher reichte, sagte er:
"Trinket alle daraus! Denn dies ist das Sinnbild meines Blutes, des Blutes des neuen Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
Ich sage euch aber, dass ich von nun an von diesem Erzeugnis des Weinstocks nicht mehr trinke, bis zu dem Tage, wo ich es im Reiche meines Vaters trinken werde, und zwar in einer Form, die euch unbekannt ist" (Matth. 26,28-29).

Das Blut des Bundes, zur Vergebung der Sünden!
Damit sind die Sünden des Abfalls aus Gottes Ordnung gemeint, die eben verschiedenartig waren.
Doch wie schön ist es, dass es auch im Reiche Gottes Formen von Getränken gibt, die bei uns un-bekannt sind.

Nach dem Vorfall im Garten Gethsemane sagte Jesus zu einem seiner Begleiter:
"Stecke dein Schwert in die Scheide; denn wer das Schwert ergreift, soll durch das Schwert umkommen. Oder meinst du, mein Vater wurde mir nicht auf meine Bitte sofort mehr als zwölf Legionen Engel zu Hilfe senden?
Wie könnten dann aber die Aussprüche der Schrift in Erfüllung gehen, nach denen alles so kommen muss" (Matth. 26,52-54)?
Jesus hätte aufgrund seiner Sohnschaft und seines geistigen Standes sofort vom göttlichen Vater viele Legionen Engel zur Verteidigung und Rettung erbitten können, doch das durfte nicht sein, da er seine Erdenaufgabe noch nicht erfüllt hatte.
Es war ja keine selbst auferlegte Aufgabe, sondern sie war schon in den alten Schriften durch die Propheten vorausgesagt. Und alle Voraussagen Gottes erfüllen sich!

Jesus am Kreuz:

"Von zwölf Uhr mittags an kam eine Finsternis über das ganze Land und dauerte bis drei Uhr nachmittags. Um drei Uhr nachmittags rief Jesus mit lauter Stimme: "Eli, Eli, lama sabachthani?" - das heißt: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"
Als einige von den Umstehenden dies hörten, sagten sie: "Der ruft den Elia!" Sogleich lief einer von ihnen hin, nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig, steckte ihn an ein Rohr und wollte ihm zu trin-ken geben. Die anderen aber sagten: "Lass das! Wir wollen sehen, ob Elia wirklich kommt und ihn rettet." Jesus aber stieß noch einmal einen lauten Schrei aus und gab dann seinen Geist auf" (Matth. 27,45-50).

Jesus rief noch einmal seinen Vater und fragte, warum er ihn verlassen habe. In seiner letzten Stunde waren alle Verbindungen zu Gott und der lichten Geisteswelt gelöst, denn er musste - kraft seines eigenen Geistes - im vollen Vertrauen auch ohne die Verbindung erfüllen!
Einige der Umstehenden meinten, er rufe „Elia“, den Propheten, der ja lange Zeit vor Jesus gelebt hatte. Sie glaubten also, dass dieser im Jenseits weiterlebte!
Die Auferstehung, das leere Grab, die Begegnung mit seinen Jüngern endet im Matthäus-Evangelium mit den Worten:
"Ich gebe euch die feste Zusicherung: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Weltzeit" (Matth. 28,20)!

Dieses waren eindeutige Aussagen über die Herkunft des Menschen, über den Sinn seines Erdenle-bens über die Möglichkeiten der Heimkehr in die geistige Heimat, über die Sohnschaft Jesu, seinen Erdenauftrag, seine Verheißungen aus dem Matthäus-Evangelium.
Da die vier Evangelien verschiedene Ersteller haben, sind auch in den anderen Evangelien deutliche Beweis über das Weiterleben nach dem irdischen Tod, die Vorexistenz im Geiste, die Existenz eines Geisterreiches, die Wiedergeburt und den Sinn des Lebens enthalten.

Folgend sollen noch aus den weiteren Evangelien ergänzende Aussagen angefügt werden, um das „Bild des Lebens“ abzurunden, ihm einen glaubhaften, wahren Inhalt und Rahmen zu geben.
Erst im Zusammenhang der Bibelaussagen wird ein klares Bild gemalt, und die tiefen geistigen Hintergründe werden erkannt und bewusst gemacht.

 

 

Auszüge aus: „Die Heilsbotschaft nach dem Bericht des Markus“

"Sofort erweckte der Geist Gottes in ihm den unwiderstehlichen Drang, in die Wüste zu gehen. Dort blieb er vierzig Tage und war während dieser Zeit den Versuchungen Satans ausgesetzt.
Er lebte inmitten wilder Tiere; doch kamen auch Engel Gottes und nahmen sich seiner an" (Markus 1,12-13).

Auch hier, gleich zu Beginn des Markus-Evangeliums, die Bestätigung der Geisterwelt Gottes und ihres Wirkens.
Auch die Versuchung durch Satan, den Fürsten der Finsternis, der ebenfalls von Gott abgefallen war, wird beschrieben. Denn ohne Versuchung kann der Glaube an Gott, das Vertrauen zu Ihm, die Hinwendung und die Treue zu Gott nicht geprüft werden.
Auch hier in der Wüste standen Engel Gottes Jesus bei, wie sie auch jedem Menschen beistehen, der Gott zugewandt leben möchte oder schon lebt.

Jesus kam nach Galiläa und verkündete die frohe Botschaft von dem Geisterreich Gottes.
"Der Inhalt seiner Predigt war: "Die von Gott vorgesehenen Zeitperioden sind jetzt zum Abschluss gekommen, und die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes steht nahe bevor.
Ändert eure Gesinnung und nehmt diese Heilsbotschaft gläubig auf" (Markus 1,15)!

Das ist also die wahre Heilsbotschaft:
Die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes!
Der Abschluss der von Gott vorgesehenen Zeitperioden! Und wir leben mitten in diesem Ab-schluss!

"Nicht die Gesunden haben den Arzt nötig, sondern die Kranken.
So bin auch ich nicht gekommen, um Gottestreue zu Gott zurückzuführen, sondern von Gott Abge-fallene" (Markus 2,17).

Damit erklärte er seinen Auftrag. Dieser gilt für alle Menschen, denn die Gottestreuen leben im Himmel, sie brauchen auf dieser Erde nicht zu leben; es sei denn, sie leben hier - im Menschenkleid -, um einen freiwilligen Erdenauftrag zu erfüllen.
Und diese brauchte Jesus nicht zu erlösen und zurückzuführen.
"Wenn die bösen Geister seiner ansichtig wurden, fielen die von ihnen Besessenen vor ihm nieder und riefen laut: "Du bist der Sohn Gottes!"
Jedoch verbot er ihnen jedes Mal aufs strengste, die volle Bedeutung seiner Person in klaren Worten auszusprechen" (Markus 3,11-12).

Von den Geistern wurde er als Sohn Gottes erkannt. Sie wussten also von seinem Erdenauftrag. Sie erkannten seinen Geist!

Zur Geisterwelt Gottes und ihrem Wirken nochmals die eindringlichen Worte:
"Ich gebe euch die feste Versicherung: Für alle Sünden werden die Menschenkinder Begnadigung finden; auch für alle Lästerungen, mögen sie deren noch so viele ausstoßen.
Wenn aber einer gegen die heilige Geisterwelt eine Lästerung ausgesprochen hat, so erhält er keine Begnadigung, sondern bleibt eine lange Zeitperiode hindurch in den Fesseln dieser Sünde."
Sie hatten ihm ja vorgeworfen, er wirke als Werkzeug eines bösen Geistes seine Wunder" (Markus 3,28-30).

An diesen seinen Worten wird deutlich, wie wichtig das Wirken der Diener und Dienerinnen Gottes ist.

Auch im Markus-Evangelium ist die Begebenheit der Auferweckung der „toten“ Tochter des Synagogenvorstehers Jairus geschildert:
„Dann fasste er das Kind bei der Hand und sprach: "Thalitha, kumi!" - das heißt: "Mädchen, ich sage dir: Wach auf!"
Da erhob sich das Mädchen sofort und ging umher. Es war zwölf Jahre alt.
Alle waren vor Staunen ganz außer sich. Doch gab er ihnen die ernste Weisung, dass niemand das Vorgefallene erfahren dürfe. Auch bat er, sie möchten dem Kinde etwas zu essen geben" (Markus 5,41-43).

Das Mädchen - für tot gehalten nach menschlicher Annahme - stand auf und ging umher; ja, es konnte auch etwas essen! Wie groß ist die heilende Kraft des Geistes!

Jesus und die Jünger predigten und heilten im ganzen Lande:
"Auch der König Herodes erhielt Kunde davon. Denn der Ruf von Jesus war überall hingedrungen.
Die einen behaupteten, Johannes der Täufer sei von den Toten auferstanden, und darum seien die-se Wunderkräfte in ihm wirksam. Andere waren der Meinung, er sei Elias. Wieder andere hielten ihn für irgendeinen der früheren Propheten.
Herodes jedoch, dem diese verschiedenen Ansichten zu Ohren kamen, pflegte zu sagen: "Johan-nes, den ich enthaupten ließ, ist wieder auferstanden" (Markus 6,14-16).
Herodes selbst glaubte demnach auch fest an ein Weiterleben nach dem Tode und eine neue Verkörperung. Er stellte sich, wie auch viele andere, eine unmittelbare Wiederverkörperung vor. Es wurde sogar die Tatsache nicht außer acht gelassen, dass Johannes enthauptet worden war.
Für viele Juden war eben eine unmittelbare Auferstehung möglich.
"Unterwegs richtete er an seine Jünger die Frage: "Für wen halten mich die Leute?"
Sie gaben ihm zur Antwort: "Die einen halten dich für Johannes den Täufer, andere sagen, du seiest Elia; wieder andere sehen in dir einen der früheren Propheten."
Da fragte er weiter: "Für wen haltet ihr mich denn?"
Petrus gab ihm darauf die Antwort: "Du bist der Messias!" Er erteilte ihnen die strenge Weisung, niemandem zu sagen, was sie über ihn wussten" (Markus 8,28-30).

Diese Aussage spricht wieder für sich.
"Wer sich meiner und meiner Lehren diesem gottentfremdeten und sündenbeladenen Geschlecht gegenüber schämt, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er in der Herrlichkeit seines Vaters mit den heiligen Boten Gottes kommen wird" (Markus 8,38).

Er wird also wiederkommen, nicht als Mensch, sondern in einer geistigen Gestalt, seiner Herrlichkeit in den Himmeln - zusammen mit den heiligen Boten Gottes.

Hat Jesus jemals erwähnt, dass die Auferstehung von den Toten nur ihn betrifft? Nein! Wäre es so, so hätte er es auch gelehrt.

"Dann fuhr er fort: "Ich gebe euch die Versicherung: Einige von denen, die hier bei mir stehen, werden den irdischen Tod nicht schmecken, bis sie das Geisterreich Gottes in seiner Machtentfaltung mit eigenen Augen gesehen haben" (Markus 9,1).
Es werden demnach Menschen, die seinerzeit bei Jesus waren, in den Zeiten der Erfüllung leben, um diese Verheißung mitzuerleben.

Sechs Tage später war die Begebenheit auf dem Berge, wo Jesus sich verklärte und Mose und Elia erschienen.
"Ich versichere euch: Wer die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes nicht mit der Gesinnung eines Kindes zu erlangen sucht, wird nie Zutritt zu dieser Geisterwelt haben" (Markus 10,15).

Darum sind es meist nur einfache, bescheidene Menschen, mit denen die Geisterwelt Gottes in Ver-bindung tritt. Diese Menschen haben sich jedoch im geistigen Bereich - vor ihrer Geburt auf Erden - auf ihre Erdenaufgabe vorbereitet.

"Wie schwer ist es doch für die Begüterten, in Verbindung mit dem Geisterreich Gottes zu kommen! Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher den Zutritt zur Geister-welt Gottes erlangt."
Die Jünger zeigten sich über diesen Ausspruch sehr betroffen. Aber Jesus wiederholte nochmals: "Kinder, wie schwer ist es doch für die, welche sich auf Geld und Gut verlassen, in Verbindung mit dem Geisterreich Gottes zu kommen!
Und es ist tatsächlich leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher die Verbindung mit Gottes Geisterwelt erlangt." Da waren sie noch mehr betroffen und sagten zueinander: "Welcher Reiche kann dann überhaupt noch gerettet werden?"
Jesus blickte sie ernst an: "Von Seiten der Menschen" - sagte er - "ist das allerdings unmöglich, aber bei Gott ist es möglich" (Markus 10,23-27).

Diese Aussage spricht für sich selbst.

"Nun ergriff Petrus das Wort: "Siehe," - sagte er - "wir gehören doch zu denen, die alles verließen und dir nachfolgten." Hier unterbrach ihn Jesus mit den Worten:
"Ich gebe euch die Zusicherung: Keiner verlässt Haus, Bruder oder Schwester, Mutter oder Vater oder Kinder oder Äcker um meinetwillen und wegen der Heilsbotschaft, ohne hundertmal Wertvolleres schon im Diesseits dafür wiederzuerhalten.
Wer Heimat, Schwestern und Brüder, Mutter und Kinder und Besitztum im Stich lassen musste, weil er verfolgt wurde, der wird auch im Jenseits das Leben erlangen" (Markus 10,28-30).

Wer also für Jesus und den Heilsplan Gottes alles verlässt, wird schon auf Erden hundertmal Wert-volleres erhalten.
Damit meinte er die geistigen Geschenke, die jenen gegeben werden können - im Rahmen von gött-licher Hilfe beim ständigen Ringen um die Wahrheit -, wie allumfassende Liebe, Frieden, Demut, Sanftmut, Geduld und große Fähigkeiten, wie Jesus sie hatte.
Und er wird im Jenseits das Leben erlangen, das heißt, er wird in eine Sphäre der Herrlichkeit einge-hen und ist aus dem Kreislauf der Wiedergeburt herausgetreten.

Nachfolgend noch eine sehr wichtige Aussage zum Gebet:
"Alles, was ihr euch im Gebet erfleht, wird euch zuteil werden. Nur müsst ihr das feste Vertrauen haben, dass ihr es empfangt.
Und wenn ihr dasteht und betet, so müsst ihr zuerst vergeben, wenn ihr jemand etwas zu vergeben habt. Dann wird auch euer himmlischer Vater euch eure Verfehlungen vergeben. Wenn ihr jedoch andern nicht verzeiht, dann wird euer himmlischer Vater auch euch eure Übertretungen nicht verzeihen" (Markus 11,24-26).

Hier werden ganz deutliche Aussagen gemacht: Alles, was wir im Gebet erflehen, wird uns zuteil, wen es uns dient!
Das feste Vertrauen, dass wir es empfangen, ist jedoch die erste Bedingung. Die zweite ist, dass wir vorher denen vergeben, denen wir etwas zu vergeben haben.
Darum sollte vor einem Gebet nachgedacht werden.
Jesus weist wieder auf den himmlischen Vater hin, der ja in Wirklichkeit unser aller Vater ist, uns liebt und uns helfen möchte.
Hier, an dieser Aussage wird auch nochmals ganz deutlich gemacht, dass wir mit all unseren Bitten zum himmlischen Vater gehen sollen, denn Er ist es ja, der uns alles erfüllen kann, wenn es uns dient!
Dann sollten wir für alles, was uns widerfährt - ohne dass eigenes Fehlverhalten vorliegt -, dankbar sein; denn alles kann uns dienen, wenn wir es in der rechten Gesinnung annehmen.
Wenn wir einen himmlischen Vater haben, dann ist auch unsere Heimat dort, wo unser himmlischer Vater wohnt!
Auch im Markus-Evangelium gibt Jesus die Versicherung:
"Ich werde euch von dem Erzeugnis des Weinstocks keinen Trunk mehr vorsetzen, bis zu jenem Tage, wo ich es in der Geisterwelt Gottes trinke, und zwar in einer Form, die euch jetzt noch unbekannt ist" (Markus 14,25).

Damit bestätigte Jesus seine bevorstehende Rückkehr in die Geisterwelt Gottes.
Seinen Jüngern wird er dann wieder das Erzeugnis des Weinstocks vorsetzen, wenn sie dort sind, und zwar in einer anderen Form (... die euch jetzt noch unbekannt ist). Jesus lässt also nirgendwo einen Zweifel aufkommen, dass das wahre Leben im Geistigen seinen Fortgang nimmt.
Nun die Szene in der Grabkammer, in die man Jesus nach seinem Kreuzestod gelegt hatte:
"Als sie die Grabkammer betreten hatten, sahen sie an der rechten Seite einen Jüngling sitzen. Er war mit einem langen, weißen Gewande bekleidet. Ein Schauder erfasste sie. Er redete sie mit den Worten an: "Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesum, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden. Er ist nicht hier. Seht, hier ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte.
Nun geht schnell zurück und bringt seinen Jüngern und auch dem Petrus folgende Botschaft: 'Siehe, ich gehe euch nach Galiläa voraus; dort werdet ihr mich wieder sehen, wie ich es euch versprochen habe" (Markus 16,5-7).

Der Jüngling im weißen Gewand war ein Bote Gottes, der sich zu diesem Zweck aus dem Geistigen in ein Menschengewand „materialisiert“ hatte.
Er bestätigte die Auferstehung Jesu und wiederholte die Botschaft, die Jesus während seines Erden-lebens seinen Jüngern gegeben hatte.
Hier wird die Annahme von Herodes bestätigt - und auch vieler anderer -, dass ein Verstorbener nach kurzer Zeit in einem normalen Körper wieder auf Erden leben könne.

"Später erschien er den Elfen selbst, als sie bei Tische lagen.
Er tadelte scharf ihren Unglauben und ihre innere Verstocktheit, die sie dadurch bewiesen hatten, dass sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung von den Toten mit eigenen Augen gesehen hatten" (Markus 16,14).

Ja, selbst die Jünger hatten seinerzeit Schwierigkeiten, als er ihnen sagte, dass er nach drei Tagen wieder auferstehen würde. Es mag uns heute unverständlich erscheinen, hatten sie doch mit ihm Seite an Seite verbracht, hatten selbst Tote wieder zum Leben erweckt und viele Wunder gewirkt.
Doch der Kreuzestod begrub ihre Hoffnungen, sie waren „enttäuscht“ von seinem Ende, hatten sie doch insgeheim mit einem anderen Ausgang seiner Erdenmission gerechnet. Darum waren sie auch bei seiner Festnahme im Garten Gethsemane geflüchtet.
Und als dann die Frauen von seiner Auferstehung, von ihrer Begegnung mit ihm erzählten, glaubten sie ihnen nicht.
Auch zweien seiner Jünger begegnete er auf seiner Wanderung in einem anderen als dem gewöhn-ichen menschlichen Körper - er war „materialisiert“ -, auch ihnen glaubte man nicht. Daher seine Reaktion, als er den Elfen erschien.
Dann gab er ihnen den Auftrag, die Heilsbotschaft im ganzen Weltall zu verkünden.
Das bedeutet, dass die Apostel nach ihrem irdischen Tod die Wahrheit auch auf anderen Welten und in geistigen Sphären predigen würden.

"Nachdem der Herr Jesus diese Worte beendet hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Jene aber gingen hin und predigten überall.
Der Herr stand ihnen mit seiner Kraft bei und bestätigte die Wahrheit ihrer Lehre durch die Wunder-zeichen, die ihre Predigt begleiteten" (Markus 16,19-20).

Er setzte sich zur Rechten Gottes! Damit sollte doch auch für die Menschen, die da glauben, dass Jesus und Gott eine Person seien, die Unmöglichkeit ihres Glaubens vor Augen geführt sein.
Der Herr steht allen mit seiner Kraft bei (... dann bin ich mitten unter euch) und ist nicht jedes Mal 'persönlich' anwesend. -
Die Geisterwelt Gottes begleitet nun die Menschheit aus der Barmherzigkeit Gottes und seines Soh-nes Jesus Christus. Welch eine wunderbare Hoffnung!


Auszüge aus: „Die Heilsbotschaft nach dem Bericht des Lukas“

Nun soll das Lukas-Evangelium als weitere Quelle dienen. Das Lukas-Evangelium beginnt anders als die vorhergehenden. Es beginnt mit einer Begegnung zwischen dem Priester Zacharias und einem Engel Gottes.

"Da erschien ihm ein Engel des Herrn und stand auf der rechten Seite des Brandopferaltares. Bei seinem Anblick erschrak Zacharias, und ein Schauer durchrieselte ihn.
Der Engel aber redete ihn mit den Worten an: "Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet hat Erhö-rung gefunden. Deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn schenken, dem du den Namen Johannes geben sollst.
Du wirst große Freude und Wonne darüber empfinden, und auch viele andere werden sich über seine Geburt freuen. In den Augen des Herrn wird er groß dastehen.
Wein und andere berauschende Getränke wird er nicht trinken, und eine große Zahl heiliger Geister wird schon von seiner Geburt an um ihn sein.
Viele von den Kindern Israels wird er zum Herrn, ihrem Gott, zurückführen. Er ist es, der vor 'Ihm' hergehen soll im Geist und in der Kraft des Elia, um eine Sinnesänderung herbeizuführen, angefangen bei den Eltern bis hinunter zu den Kindern, aus Ungläubigen wieder Gottestreue zu machen und so dem Herrn ein Volk zu schaffen, das mit allen Waffen des Guten ausgerüstet ist."
Zacharias fragte den Engel: "Welchen Beweis habe ich für die Wahrheit deiner Botschaft? Ich bin ja ein alter Mann, und auch meine Frau ist schon hochbetagt."
Der Engel gab ihm zur Antwort: "Ich bin Gabriel, der vor Gottes Angesicht steht, und wurde zu dir gesandt, um mit dir zu reden und dir diese frohe Botschaft zu bringen. Aber zur Strafe dafür, dass du meinen Worten nicht geglaubt hast, die trotzdem zur gegebenen Zeit in Erfüllung gehen werden, sollst du stumm sein.
Kein Wort wirst du reden können bis zu dem Tage, an dem diese meine Verheißung sich erfüllt hat" (Lukas 1,11-20).

Eine so inhaltsreiche Begebenheit, die sich dann später auch als Wahrheit erwies.
Ein hoher Engel Gottes überbringt einem Priester eine Botschaft, die gleichzeitig die Bitte eines Ge-betes erfüllt, was die Geburt eines Kindes betrifft!
Wie wichtig diese Botschaft für die Erde war, das wird klar, wenn man den Heils- und Erlösungsplan Gottes begriffen und angenommen hat.
Das Tun dieses Kindes und seine Verhaltensweisen werden schon vor der Geburt vorausgesagt - und trafen auch ein.
So ist es mit jedem Menschen auf Erden.
Bevor er in dieses Erdenleben eintritt, ist ein grober Lebensplan in ihm angelegt, seinem Erdenauf-trag gemäß, ihm in der geistigen Welt voll bewusst.
Doch auf Erden ist diese Erinnerung an das Geistige, an seine Erdenaufgabe nicht mehr vorhanden.
Unbewusst geht der Mensch meistens durchs Leben und wundert sich oft über manche Erlebnisse und Begebenheiten.
Da die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes - zum Beispiel die der Schutzengel - nicht bekannt ist oder abgelehnt wird, können diese ihn auch nicht an seine Erdenaufgabe „erinnern“ im Inneren sei-nes Wesens.
So lebt der Mensch häufig „umsonst“ auf dieser Welt, ohne seinen Erdenauftrag erkennen und erfüllen zu können.
Im Falle von Johannes dem Täufer und Jesus, die eine entscheidende Erdenaufgabe übernommen hatten, mussten daher die Eltern dieser beiden Wesen „wörtlich“ auf die Begebenheiten hingewiesen werden.
Hier musste die geistige Welt sozusagen „auf Nummer sicher“ gehen. Darum wurden die Eltern wie die Kinder von der heiligen Geisterwelt direkt angesprochen und geführt.
Da heute allgemein die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes abgelehnt wird von den Kirchen und anderen christlichen Gemeinschaften, kann sich diese Gotteswelt nicht mit den Kirchenoberhäuptern in Verbindung setzen, um die Gläubigen zu führen - obwohl es im Sinne Gottes ist!
Ja, man sagt sogar zu denen, die in Verbindung stehen mit diesen Boten Gottes, dass sie in Verbin-dung stehen mit bösen Geistern, wie man es auch Jesus seinerzeit vorgeworfen hat.
So wiederholt sich alles, was sich auch zur Zeit Jesu abspielte.
Interessant ist nur, dass eine Verbindung mit der bösen Geisterwelt angenommen wird, doch mit Gottes Geisterwelt?
Nein, das kann man nicht annehmen - weil man den Sinn der Worte Jesu und der Apostel nicht ernannt hat bzw. so auslegt, wie es am bequemsten ist!

Der Engel Gabriel erschien auch Maria.
"Fürchte dich nicht, Maria! Denn du fandest Gnade vor Gott. Siehe, du wirst guter Hoffnung werden und einen Sohn gebären. Ihm sollst du den Namen Jesus geben. Dieser wird groß dastehen und 'Sohn des Allerhöchsten' genannt werden.
Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben.
Er wird über das Haus Jakobs herrschen bis in die zukünftigen Zeiten, und sein Königtum wird kein Ende haben" (Lukas 1,30-33).

Auch hier die Ankündigung eines Sohnes, des Sohnes des Allerhöchsten. Auch diese Worte gingen alle in Erfüllung.
Der Sohn Gottes wird auf Erden geboren!
Ein Geist zog ein „Menschengewand“ an.

Wir wissen, dass bei der Geburt Jesu Engel den Hirten auf dem Felde erschienen, um die Freuden-botschaft zu verkünden; Hirten, ganz einfachen, bescheidenen Menschen:
"Seid ohne Furcht! Ich habe euch eine überaus große Freudenbotschaft zu bringen, die dem ganzen Volke gilt.
Heute wurde nämlich in der Stadt Davids der Erlöser geboren. Er ist der von Gott bestimmte Messias.
Folgendes soll euch der Beweis dafür sein: Ihr werdet in einer Krippe ein Kindlein finden, das in Windeln eingewickelt ist."
Plötzlich war bei diesem Engel eine große Menge Geister aus dem Jenseits, die Gott lobsangen mit den Worten: "Ehre sei Gott in der Höhe, und auf der Erde sei Friede in den Herzen der Menschen, die guten Willens sind" (Lukas 2,10-14).

Diese ersten „Zeugen“ erhielten die Botschaft, dass der Erlöser, der von Gott bestimmte Messias geboren sei!
Die Hirten sahen diese Erscheinungen der Engel und der Geister aus dem Jenseits, die sich für diese Botschaft und den Lobgesang für die Augen der Hirten „materialisieren“ durften. Welch eine Gnade widerfuhr den Hirten.
Nun sagen die Worte der Bibel auch das Entscheidende:
"Kaum waren die Engel und die Geister, die einst als Menschen lebten, aus ihren Augen entschwunden und in das Geisterreich zurückgekehrt, da sagten die Hirten zueinander: "Wir wollen nun nach Bethlehem eilen und sehen, ob die Botschaft sich wirklich erfüllt hat, die der Herr uns verkünden ließ" (Lukas 2,15).

"... die einst als Menschen lebten ...!“ Diese Aussage ist in dieser Deutlichkeit in den anderen Bibelübersetzungen nicht so dargestellt, dort spricht man von „der Menge des himmlischen Heeres“ oder von „Engeln“.
Nach den vorhergehenden Bibelaussagen und -erläuterungen ist diese Aussage ohne weiteres als richtig einzustufen.

"Simon sprach ihnen seinen Segenswunsch aus und wandte sich dann an Maria, die Mutter des Kindes, mit den Worten: "Dieser ist dazu bestimmt, dass viele in Israel durch ihn zu Falle kommen und auch viele aufgerichtet werden.
Denn die Art seines Auftretens wird auf Widerspruch stoßen. Und das Schwert des inneren Zwiespaltes wird sogar deine eigene Seele durchbohren.
So wird die wahre Gesinnung so vieler ans Tageslicht treten" (Lukas 2,34-35).

Diese Aussage eines gottesfürchtigen Juden bewahrheitete sich auch - und ist bis heute gültig und für alle Zukunft.

Nun eine Aussage Jesu, die ganz deutlich auf die Wiedergeburt hinweist:
"Wehe euch, die ihr in diesem Lebe übersättigt seid; denn in einem anderen Leben werdet ihr darben müssen" (Lukas 6,25 I).

Dass er damit ein späteres Erdenleben meinte, dürfte klar aus seinen Worten erkannt werden. Er sagte sogar " ... in einem anderen Leben ... ", das heißt, er sagte damit nicht, dass es im folgenden Erdenleben sein würde!
Sehen wir die nächste Aussage:
"Wehe euch, die ihr in diesem Leben euer Hohngelächter erschallen lasst; denn in einem anderen Leben werdet ihr weinen und wehklagen" (Lukas 6,25 II).

Bemerkenswert ist, dass in einem anderen Leben das Gegenteil dessen zu leben ist, was in diesem Leben gelebt wurde - jedoch nur das, was nicht gut war!
Ein oder weitere Leben zur Wiedergutmachung! Trotz allem eine Gnade Gottes.
"Ein andermal kam Jesus in eine Stadt, die Naim hieß.
Seine Jünger und eine große Volksmenge begleiteten ihn. Als er in die Nähe des Stadttores kam, brachte man eben einen Toten heraus.
Es war der einzige Sohn seiner Mutter, und die war Witwe. Viele Leute aus der Stadt gingen mit ihr im Leichenzug.
Als Jesus die Mutter erblickte, fühlte er tiefes Mitleid mit ihr. Er wandte sich an sie mit den Worten: "Weine nicht!"
Dann trat er an den Sarg und berührte ihn mit der Hand.
Da blieben die Leichenträger stehen. Nun rief er mit lauter Stimme: "Jüngling, Jüngling! Ich sage dir: Stehe auf!"
Der Tote richtete sich auf und fing an zu sprechen.
Er übergab ihn seiner Mutter.
Alle Anwesenden zitterten an allen Gliedern vor Aufregung. Sie priesen Gott und sagten: "Ein großer Gesandter Gottes ist unter uns aufgetreten, und Gott hat wieder die Leitung seines Volkes übernommen" (Lukas 7,11-16).

Wie würden heute die Menschen handeln, wenn sich solch eine Tat vor ihren Augen abspielen würde?
Über Johannes sprach Jesus zum Volke:
"Oder wozu seid ihr hinausgezogen? Wolltet ihr einen Gesandten Gottes sehen? Ja, ich beteuere euch: Er ist ein besonders großer Gesandter Gottes. Denn von allen Gesandten Gottes, die von einem Weibe geboren sind, ist keiner größer als Johannes der Täufer. Er ist's, von dem geschrie-ben steht: 'Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her. Er soll dir den Weg bereiten'. Ich betone jedoch, dass der Eine, der nach ihm geboren wurde, in der Geisterwelt Gottes größer ist als er.
Indem das ganze Volk, das seiner Predigt lauschte, und selbst die Zöllner sich von Johannes taufen ließen, erkannten sie ihn als Gottgesandten an. Nur die Pharisäer und Gesetzeskundigen ließen sich nicht von ihm taufen und haben dadurch die Absicht Gottes für ihre Person vereitelt" (Lukas 7,26-30).

Auch hier wird Johannes der Täufer als Bote Gottes bestätigt. Er war ein Gesandter Gottes!
Gesandte weilen vor ihrer Sendung bei dem, der sie aussendet.
In diesem Falle in der Nähe Gottes - im Geistigen!
Auch im Lukas-Evangelium sind die Begebenheiten über die Auferweckung der Tochter des Jairus (Lukas 8,49-56) und die Aussage von Herodes über Johannes den Täufer (Lukas 9,7-9) niedergeschrieben und die Frage Jesu an seine Jünger:
"Für wen hält mich das Volk?" (Lukas 9,18).

Seine spätere Wiederkunft im Geiste - zum Ende der Zeitperiode - fasst Jesus in folgende Worte: "Wer sich meiner und der Meinen schämt, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen, wenn er in seiner und seines Vaters Herrlichkeit sowie der seiner Engel kommen wird" (Lukas 9,26).

Zur Wiedergeburt einiger, die bei ihm waren, sagte er: "Es ist die Wahrheit, wenn ich euch sage dass einige von denen, die hier stehen, den irdischen Tod nicht kosten werden, bis sie den
Menschensohn in seiner Herrlichkeit haben kommen sehen" (Lukas 9,27).
Er wusste seinerzeit schon, dass einige von seinen Jüngern in der Endzeit wieder auf Erden leben würden, um im Irdischen am Heils- und Erlösungswerk mitzuwirken.

Jesus betont ausdrücklich: "Es ist die Wahrheit, wenn ich euch sage, dass einige von denen, die hier stehen, den irdischen Tod nicht kosten werden, bis sie den Menschensohn in seiner Herrlichkeit. haben kommen sehen!"

Zu den Pharisäern und Schriftgelehrten sagte er einmal sehr eindringlich:
"Immer wieder sende ich Werkzeuge der Geisterwelt Gottes und Apostel zu ihnen; die einen von ihnen werden sie töten, die anderen in der schrecklichsten Weise verfolgen" (Lukas 11,49).
Jesus bezieht sich damit auf seine Herrschaft im Geistigen und zeigt auf, dass er schon vor seiner Menschwerdung am Heils- und Erlösungsplan für diese Erde wirkte.
"Und jeder, der ein Wort gegen den Menschensohn sagt, wird Begnadigung finden. Wer aber gegen die heilige Geisterwelt Gottes eine Lästerung ausspricht, der wird weder in diesem noch in dem folgenden Zeitalter eine Begnadigung zu erwarten haben" (Lukas 12,10).

Nochmals eine ganz eindeutige Bestätigung für das Weiterexistieren nach dem irdischen Tod und mehrere Wiedergeburten!
Das Zusammenwirken der Gottestreuen mit der Geisterwelt Gottes wird wunderbar mit den folgen-den Worten dargestellt:
"Wenn man euch in die Synagogen und vor die Behörden und die Machthaber schleppt, so denkt nicht schon vorher mit Angst daran, wie ihr euch verteidigen und was ihr vorbringen sollt; denn die heilige Geisterwelt wird euch im rechten Augenblick das eingeben, was ihr sagen sollt" (Lukas 12,11-12).

Ohne den Glauben und das Wissen um diese Geisterwelt Gottes ist es sehr schwer, in solchen Situationen das Richtige zu sagen.

Über die Zukunft, über Sorgen, Angst und Furcht sagte Jesus:
"Fraget daher nicht ängstlich, was ihr essen und trinken sollt und lasst euch nicht zwischen Hoffen und Fürchten hin und her zerren. Denn über all das ängstigen sich die, welche ohne Glauben und Gottvertrauen durchs Leben gehen. Euer Vater weiß ja, dass ihr das alles nötig habt.
Suchet vielmehr die Verbindung mit seinem Geisterreich zu erlangen.
Dann wird euch alles andere als Zugabe zuteil werden.
Habe also ja keine Furcht, du kleine Herde! Denn es ist im Heilsplan des Vaters bestimmt, euch das Himmelreich zu geben. Verkauft die Güter, über die ihr frei verfügen könnt, und gebt den Erlös als Almosen hin.
Verschafft euch nicht Geldbeutel, die durch Altwerden verschleißen, sondern ein unerschöpfliches Schatzkästlein, das im Jenseits steht, wo kein Dieb hinkommt und keine Motte etwas verderben kann.
Denn wo eure Schätze sind, da wird auch euer Herz sein" (Lukas 12,29-34).
Deutlich wird die Rolle Gottes als „Vater“ herausgestellt, der für alles sorgt.
Danach die Aufforderung, zuerst nach der Verbindung mit der Geisterwelt Gottes zu suchen!
"Dann wird euch alles andere als Zugabe zuteil werden!" Dann also erst!
Und danach die große Verheißung: "Denn es ist im Heilsplan des Vaters bestimmt, euch das Him-melreich zu geben." Welch eine Verheißung!
Und er sagt ganz deutlich in seiner Ansprache vorher, was alles zu tun und zu beachten ist. Können Tote das Himmelreich erben?

Nochmals Jesu Worte zu mehreren Wiedergeburten:
"Ich versichere dir, du wirst von dort nicht eher entlassen werden, als bis du den letzten Heller bezahlt hast" (Lukas 12,59).

Im Gefängnis kann niemand seine Schulden abarbeiten, dort kommt er zuerst zur Erkenntnis durch Leid.
Dazu muss er wieder das Gefängnis verlassen, um arbeiten gehen zu können - wiedergutzumachen! Das „Gefängnis“ ist die Stufe der Läuterung im Geistigen,  auch mit Hölle bezeichnet.
Und so lange wir uns selbst durch uns, durch unseren Abfall von Gott noch im Kreislauf der Wiedergutmachung befinden, sind wir „Gefangene“ dieses Kreislaufes.

"Eines Tages stellte einer an ihn die Frage: "Herr, es sind wohl nur wenige, die gerettet werden?" Er gab ihm zur Antwort: "Gebt euch die größte Mühe, durch die enge Türe einzugehen, denn viele sage ich euch werden hineinzukommen suchen und es nicht können. Denn wenn ihr erst dann draußen an dieser Türe steht und anklopfst, wenn der Hausherr bereits da war und die Türe abgeschlossen hat, - und wenn ihr dann ruft: 'Herr, Herr, mach uns auf!' - so wird er euch antworten: 'Ich weiß nicht, woher ihr seid!
Und wenn ihr dann erwidert: 'Wir haben doch an demselben Tisch mit dir gegessen und getrunken; du hast bei uns auf öffentlichen Plätzen gepredigt', - so wird er euch entgegnen: 'Ich kann euch nur sagen, dass ich euch nie gekannt habe; darum hinweg von mir, ihr Übeltäter alle! Wenn ihr Abraham, Isaak und Jakob und alle die, welche Werkzeuge Gottes waren, im Reiche Gottes sehen werdet, während ihr selbst hinausgestoßen seid, dann wird bei euch Heulen und Zähneknirschen sein" (Lukas 13,23-28).

Es wurde nach Rettung gefragt, nach der Einkehr in das Reich Gottes.
Die dann folgende Schilderung spielt sich demnach auch im Geistigen ab, nach dem Hinscheiden von dieser Erde.
Ganz deutlich wird es ausgedrückt: Wenn sie Abraham, Isaak und Jakob und alle, welche Werkzeuge Gottes waren, im Reiche Gottes sehen werden, - während sie selbst nicht dazugehören dürfen.
In einem späteren Gleichnis wird diese Aussage ergänzt, klarer. (Siehe das Gleichnis vom Reichen und dem armen Lazarus.)

"Lässt du eine Einladung ergehen, so wähle dazu Arme, Krüppel, Lahme und Blinde. Dann wirst du Segen davon ernten. Denn die können es dir nicht gutmachen. Die Vergeltung dafür wirst du an dem Tage erhalten, an dem die Gottestreuen wieder zu Gott zurückkehren."
Bei diesen Worten machte einer der Tischgenossen die Bemerkung: "Glücklich zu preisen ist jeder, der im Reiche Gottes am Mahl teilnehmen darf" (Lukas 14,13-15)!

Die Vergeltung für wahre, gute Taten wird demnach im Reiche Gottes auf jeden warten, der durch die Befolgung des Willens Gottes auf Erden als Gottestreuer einst zurückkehrt. Es kann nur zurückkehren, der einmal ausgegangen ist!

Ein tiefsinniges Gleichnis ist das vom verlorenen Sohn. Es an dieser Stelle niederzuschreiben und zu erläutern würde viel Platz einnehmen.
Es empfiehlt sich, diese Bibelstelle (Lukas 15,11-32) selbst durchzulesen und Satz für Satz zu analy-sieren.
Hier schildert Jesus eigentlich das Abfallgeschehen, die aus der Not geborene Erkenntnis der Schuld, die Reue und die Umkehr des Abgefallenen. Auf der anderen Seite wird die Freude, das Entgegenkommen Gottes über diesen Sohn wunderbar geschildert.
Der „Vater“ antwortet dem anderen Sohn auf seinen Vorwurf:
"Mein lieber Sohn, du bist ja allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein. Aber mussten wir uns denn nicht freuen und fröhlich sein, weil dieser dein Bruder, der tot war, wieder zum Leben kam; der verloren war und nun wieder gefunden wurde" (Lukas 15, 31-32)?

So freut sich Gott über einen jeden von uns, der so handelt wie der „verlorene“ Sohn nach dem Erkennen seiner Fehlhandlungen!

Eine andere interessante Aussage macht Jesus in Bezug auf materielle Güter.
"Machet euch Freunde mit den Gütern, die an sich so wertlos sind, damit man euch in die jenseitigen Zelte aufnimmt, sobald es mit dem Diesseits vorüber ist" (Lukas 16,9).

Auch hier ein klarer Hinweis auf die Weiterexistenz in den jenseitigen Zelten.

Über die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes sagte Jesus:
"Das Mosaische Gesetz und die Gesandten Gottes, bis einschließlich Johannes den Täufer, haben den Verkehr mit der Geisterwelt Gottes als frohe Botschaft vorausverkündet.
Aber seither ging man mit Gewalt gegen jeden vor, der mit der Geisterwelt Gottes in Verkehr treten wollte.
Und doch werden eher die Himmelskörper und die Erde vergehen, als dass auch nur ein Strichlein von dem unerfüllt bleibt, was das Mosaische Gesetz vorausverkündete" (Lukas 16,16-17).

Ist es allen Christen bewusst, dass sie eine wunderbare, gottgewollte Verbindung ablehnen?
Wer sie ablehnt, lehnt dieser nicht unbewusst Jesus ab - lehnt Gott ab?
Nun erzählt Jesus ein Gleichnis, welches ganz deutlich die geistigen Gesetze wiedergibt; er erzählt das Gleichnis vom reichen Mann, Phinees, und vom armen Lazarus: "Eines Tages starb der Arme und wurde von den Engeln in Abrahams Schoß getragen" (Lukas 16,22).

Hier werden gleich drei Ereignisse beschrieben: Tod, Weiterleben, Wirken der Engel! Weiterleben des armen Lazarus und Abrahams.
Das Wirken der Engel begann in diesem Falle sofort nach dem Tod des Lazarus. Wenn der Geist sich vom Körper getrennt hat, ist er im geistigen Reich und die Engel nehmen sich seiner an.
"Auch der Reiche starb und wurde begraben. Als er nun im Totenreich seine Augen erhob, sah er in der Ferne den Abraham und, an dessen Seite ruhend, den Lazarus" (Lukas 16,22-23).

Er schlug also im „Totenreich“ seine Augen auf. Dieses „Totenreich“ ist eine Läuterungsstufe, die dem geistigen Stand, der geistigen Reife des Reichen entsprach.
Er sah in „weiter Ferne“ den Lazarus und Abraham. Es bestand also eine Kluft zwischen seiner und der anderen Sphäre oder Stufe.
"Da rief er inständig: "Vater Abraham! Habe doch Erbarmen mit mir und sende den Lazarus hierher, damit er seine Fingerspitzen ins Wasser tauche und mir die Zunge kühle; denn ich leide große Qualen in dieser Glut" (Lukas 16,24).

Er erkannte Abraham. Er bemerkte, dass er die Läuterungsstufe nicht einfach verlassen konnte. Er spürte einen großen Durst und beschrieb, dass er große Qualen leide in dieser „Glut“.
Das gewesene Erdenleben bescherte ihm nun, da es nicht nach guten Grundsätzen verlaufen war, große Qualen - die Qualen der Erkenntnis über seine irdischen Fehlhandlungen!
"Doch Abraham gab ihm zur Antwort: "Mein Sohn, bedenke, dass du all das Gute, das du dir wünschen mochtest, in deinem irdischen Leben empfangen hast, während Lazarus in gleich großem Maße das Leidvolle zu tragen hatte.
Dieser findet nun hier seinen Trost und du dort deine Qualen.
Doch abgesehen von alledem ist zwischen uns und euch eine große Kluft festgelegt, damit die, welche von hier zu euch hinüber wollten, es nicht könnten, und man auch von dort nicht hierher gelangen kann" (Lukas 16,25-26).
Hier zeigt Abraham das auf, was jeder auf Erden bekommt und zu tragen hat.
Nach dem guten oder bösen Verhalten in der jeweiligen Lebenssituation wird das Wesen nach seinem irdischen Tod in die ihm entsprechende Läuterungsstufe gebracht.
Auf der einen Seite Trost, auf der anderen Seite Qualen.
Und dazwischen eine Kluft, damit jede Entwicklung ihren ungestörten Ablauf nehmen kann.
"Jener flehte: "So bitte ich denn, Vater Abraham, sende ihn wenigstens in mein väterliches Haus! Ich habe dort noch fünf Brüder; die soll er ernstlich warnen, damit sie nicht auch an diesen Ort der Qual kommen" (Lukas 16,27-28).

Der Reiche erkannte, wohin sein liederliches Erdenleben nach dem Tode führte, und wollte seinen Brüdern diese Qualen der Erkenntnis, der Ohnmacht ersparen.
Und so werden viele Heimgegangene im Jenseits zur wahren Erkenntnis kommen und werden ver-suchen, die Zurückgebliebenen auf Erden zu warnen.
Doch da die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes - die eine solche Botschaft übermitteln könnte - von den Erdenmenschen nicht angestrebt und gepflegt wird, werden diese Heimgegangenen sehr traurig sein, wenn sie mit „ansehen“ müssen, wie die Erdenmenschen weiter im Irrtum leben.
"Abraham entgegnete ihm: "Sie haben ja Mose und die Gesandten Gottes; auf die mögen sie hören." Jener aber erwiderte: "Nein, Vater Abraham, - das tun sie nicht; aber wenn einer von den Toten zu ihnen käme, dann werden sie sich wohl bekehren." - "Wenn sie auf Mose und die Gesandten Gottes nicht hören", - antwortete Abraham - "so werden sie auch nicht glauben, wenn einer von den Toten aufersteht und zu ihnen kommt" (Lukas 16,29-31).
So ist es auch heute noch: Die Menschen haben die Lehre Christi, sie kennen die Liebesweisungen und leben sie nicht; sie kennen den Weg und gehen ihn nicht!
Auch wenn einer von den Toten auferstehen würde, so würde das kaum nachhaltig auf ihr Leben Einfluss nehmen.
Zuerst wurde solch ein Ereignis zwar eine Erkenntnis usw. bringen, doch die Lebensgewohnheiten, die alten, eingefahrenen Lebensbahnen und die Bequemlichkeit der Menschen würden dazu führen, dass die Erkenntnisse nicht ausgelebt werden.
Denn das Ausleben neuer Erkenntnisse erfordert viel Mut, Geduld, Kraft, Überwindung. Wer diesen schwierigen Weg jedoch tapfer geht, wird schon auf Erden im Innern eine umfassende Umwandlung erleben, die ein wertvoller Lohn ist für sein Bestreben, den Weg des Lichtes zu geben.
Ja, mit diesem Gleichnis hat Jesus viel ausgesagt, was die Menschen zu tiefem Nachdenken veran-lassen sollte.

"Von den Pharisäern wurde er eines Tages gefragt: "Wann kommt denn die Geisterwelt Gottes zu uns?" Er gab ihnen zur Antwort: "Die Geisterwelt Gottes kommt nicht so, dass man an der Straße stehen und sie angaffen kann. Auch dürft ihr denen nicht glauben, die euch etwa sagen sollten: Siehe, hier ist die Geisterwelt Gottes oder dort ist sie! Denn die Geisterwelt Gottes ist in eurer Mitte" (Lukas 17,20-21).

Damit wollte er andeuten, dass die Geisterwelt Gottes unsichtbar unter den Menschen wirkt, ohne wissenschaftlich konkret bewiesen werden zu können.
Sie wirkte also schon zur Lebzeit Jesu unter den Menschen, musste also nicht erst noch kommen.
Doch die für jeden zugängliche Verbindung konnte erst nach Jesu Erlösungstat beginnen. - Jesus erzählte von den Zeichen auf Erden, wenn seine Wiederkunft bevorstünde (Lukas 17,22-37):
"Ebenso wird es auch an dem Tage sein, an dem der Menschensohn ohne menschliche Hülle erscheinen wird" (Lukas 17,30).

Hier die klare Aussage, dass er ohne irdischen Leib erscheinen wird.
"Wer an jenem Tage auf dem Dache seines Hauses ist, während seine Sachen sich noch drinnen befinden, der steige nicht erst hinab, um sie zu holen.
Und ebenso soll der, welcher auf dem Felde ist, sich nicht nach dem umwenden, was er zu Hause zurückgelassen.
Denkt an Lots Weib! Wer sein irdisches Leben voll genießen will, der wird sein geistiges Leben ver-ieren; wer aber auf die Genüsse seines irdischen Lebens zu verzichten bereit ist, wird sich die Freu-den des geistigen Lebens sichern" (Lukas 1 7,31-32).

Es ist so wichtig, wie man sich an dem Tag des Erscheinens Christi verhalten soll.
Alles Materielle, an dem man hängt, soll man sozusagen stehen- und liegenlassen. Dann soll nur noch das geistige Wohl im Vordergrund stehen. Es darf keine Zeit verloren gehen, das ist sehr wichtig, da ein Rettungswerk eingeleitet wird.

"Ich sage euch: In einer solchen Nacht werden zwei Männer auf demselben Lager liegen; der eine wird mitgenommen, der andere zurückgelassen.
Zwei Frauen werden an derselben Handmühle mahlen; die eine wird mitgenommen, die andere zu-rückgelassen.
Zwei werden auf demselben Acker sein; der eine wird mitgenommen, der andere zurückgelassen."
Da fragten ihn die Jünger. "Herr, wo bleiben denn die, welche zurückgelassen werden?" Er gab ihnen zur Antwort: "Dort, wo das Aas zu finden ist, da ist auch. die Sammelstelle für die Aasgeier" (Lukas 17,33-37).

Hier ist von einem Rettungswerk die Aussage, welches in das Tagesgeschehen der Menschen eingreifen wird. Es werden Menschen „mitgenommen“!
Das bedeutet, dass die „Abholer“ sich den Menschen in materieller Gestalt und mit materiellen „Rettungsmitteln“ nähern werden - plötzlich, ohne große Vorankündigung, weil die Menschen zu diesem Zeitpunkt ihrem gewohnten Lebensrhythmus nachgehen.
Und es werden nur bestimmte gerettet, nicht alle! Wer gerettet wird oder gerettet werden kann, darüber predigte Jesus, denen zeigte er den Weg: Die Befolgung der Weisungen Gottes! Durch das Ausleben der Liebesweisungen!
Die nun nicht „mitgenommen“ werden, müssen auf Erden die Drangsal körperlich „erleben“ und „er-leiden“. Wer sich nicht bekehrt in dieser Zeit, wird die großen Katastrophen nicht überleben.
Jesus nochmals zur Voraussetzung für die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes:
"Ich betone noch einmal: Wer die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes nicht mit einem kindlichen Herzen anzunehmen bereit ist, wird niemals Zutritt zu dieser Geisterwelt erlangen" (Lukas 18,17).
"Seid überzeugt, dass noch niemand Haus oder Weib, Geschwister, Eltern oder Kinder in diesem Leben verlassen hat, um in Verbindung mit der Geisterwelt Gottes zu kommen, ohne dass er schon im Diesseits viel Wertvolleres dafür erhalten hätte und im Jenseits das zukünftige Leben" (Lukas 18,29-30).
Wer alles verlässt, um den Weg Christi zu gehen und um in Verbindung mit der Geisterwelt Gottes zu kommen, wird dafür belohnt werden!
Damit deutete Jesus die hohe Wertigkeit dieses Weges an! Man soll sich durch niemanden von diesem Weg abhalten lassen - und notfalls alles verlassen, um diesen Weg zu gehen, der zum wah-ren Leben führt!
Ist uns das wahrhaftig bewusst?

Im Lukas-Evangelium wird auch die Begebenheit geschildert, wo die Saduzäer Jesus Fragen stellen in Bezug auf die Frau, die sieben Männer hatte und welcher dieser Männer nach der Auferstehung der Frau zugehören würde.

"Jesus entgegnete ihnen: "Die Kinder dieser Weltzeit suchen sich als Männer ihre Frauen und als Frauen ihre Männer.
Diejenigen aber, die würdig befunden wurden, an jener Weltzeit und an der Auferstehung von den Toten teilzunehmen, brauchen sich als Mann keine Frau und als Frau keinen Mann zu suchen.
Es ist dann nicht mehr ihre Bestimmung zu sterben, sondern sie sind den Engeln gleich, weil sie Kinder der Auferstehung sind" (Lukas 20,33-36).

Auf Erden müssen sich die Männer ihre Frauen und die Frauen ihre Männer suchen. Das bleibt auf Erden ein Gesetz, und alle, die hier wiedergeboren werden müssen, fallen unter dieses Gesetz.
Tritt jedoch ein Mensch durch Abschluss der Wiedergutmachung - Auferstehung von den Toten - aus dem Kreislauf der Wiedergeburt heraus, dann muss er nicht mehr zur Erde, muss nicht mehr sterben und ist den Engeln gleich - den Gott Treugebliebenen gleich.
Das heißt, dass es keinen Unterschied zwischen ihnen mehr geben wird.
Und da im Himmel ja jedem sein „Dual“ beigegeben ist von der Erschaffung her, fällt die Suche nach einem weiblichen oder männlichen Partner fort.

Um das nochmals zu bekräftigen, fährt Jesus das Gespräch vom Dornbusch mit Mose an:
"Gott ist aber doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden. Denn ihm kommen alle wieder zum Leben" (Lukas 20,38).

Jedes Wesen kann sich freuen, denn es gibt keinen Tod im Sinne der Vernichtung.
Nach vielen Wanderungen werden alle, die einstmals von Gott abgefallen sind, wieder zu Ihm zurückkehren!

In Bezug auf die Vorgänge in den unsichtbaren Sphären auf und um diese Erde - zum Zeitpunkt seiner Wiederkunft - macht Jesus ganz konkrete Angaben:
"Dann werden Zeichen an Sonne, Mond und Sternen zu sehen sein.
Die Geister in den irdischen Sphären werden in Scharen zusammengetrieben und auch die Geister, welche vom weglosen Meer und den Fluten der Gewässer festgehalten werden, während von den lebenden Menschen manche ihre Seele aushauchen vor Furcht und banger Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen werden.
Ja selbst die niederen Mächte des Jenseits werden erbeben. Dann wird man den Menschensohn inmitten eines gewaltigen Geisterheeres mit großer Macht und wunderbarem Glanz erscheinen sehen.
Wenn nun das alles sich zu vollziehen beginnt, dann richtet Herz und Haupt empor; denn eure Erlösung naht" (Lukas 21,25-28).

Hier werden zum ersten Mal Geister angesprochen, die vom Meer und den Fluten der Gewässer festgehalten werden.
Diese sind an das Element Wasser gebunden!

Auch in Steinen ist dieses möglich. Schauen wir zurück zu Johannes dem Täufer, der da sagte:
"Denn glaubet mir: Gott kann aus den Felsen, die ihr da sehet, dem Abraham Kinder erwecken" (Lukas 3,8).

Auch an anderer Stelle weist die Aussage Jesu auf Geister hin, die im Stein „gebunden“ sind. Als er auf dem Esel in Jerusalem einritt und seine Jünger und das Volk in Lobsingen ausbrachen, wandten sich einige von den Pharisäern an Jesus mit den Worten:
"Meister, verbiete solches deinen Jüngern!" Er gab ihnen jedoch zur Antwort: "Ich sage euch, wenn diese schwiegen, würden die Steine laut aufschreien" (Lukas 19,39-40).

Wir haben erfahren, dass die Geister von Besessenen Jesus als den Sohn Gottes erkannten und seinen Erlösungsauftrag. Somit kann man verstehen, dass die Geister, die in Steinen „gebunden“ sind, aufschreien können.
Wie wenig ist die Menschheit an der Wahrheit interessiert!

Eine der schönsten Verheißungen, die Jesus einem Menschen machte, und die schon Stunden später in Erfüllung gehen sollte, geschah in seiner letzten Stunde am Kreuz!
"Einer von den Verbrechern, die neben ihm hingen, schmähte ihn: „Du willst der Messias sein?" sagte er; "dann rette doch dich selbst und uns!" Doch der andere gab ihm einen scharfen Verweis. "Hast denn auch du keine Furcht vor Gott?" - sprach er zu ihm. "Er ist doch in derselben Todesnot, in der auch wir uns befinden. Wir sind mit Recht darin; denn wir empfangen den Lohn für unsere Taten. Er aber hat nichts Schlechtes begangen."
Und nun wandte er sich an den Herrn und flehte:
„0 denke doch an mich am Tage deiner Ankunft!" Da gab Jesus dem, der dem anderen Vorhaltungen gemacht hatte, die Antwort: "Fasse Mut! Denn heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein" (Lukas 23,39-43)!

Welch eine Verheißung! Der Tod - eine Tür in eine andere Welt! Damit hatte dieser Mensch nicht gerechnet. Und dann noch in das Paradies - mit Jesus!
Unverständlich - für einen Verbrecher? Doch Jesus schaute das Innere, das Wahre dieses Men-schen neben ihm. Er sprach nur jenen an, der an ihn glaubte!
Gleichzeitig wird mit dieser Aussage Jesu auch klargestellt, dass das so genannte „Paradies“ sich nicht auf Erden befindet und befinden wird.

"Als es ungefähr zwölf Uhr mittags war, kam eine Finsternis über das ganze Land und dauerte bis drei Uhr nachmittags. Es war eine Sonnenfinsternis. Nun rief Jesus mit lauter Stimme: "Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist!"
Nach diesen Worten verschied er" (Lukas 23,44-46).
Mit diesen Worten endete das irdische Leben des Gottessohnes.
Am Grab Jesu:
"Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Könnt ihr euch noch der Worte erinnern, die er damals zu euch sprach, als er noch in Galiläa war, - nämlich, der Menschensohn müsse in die Hände der Menschen überliefert und gekreuzigt werden; am dritten Tage aber müsse er auferstehen" (Lukas 24,6-7)?

So ging seine erste Verheißung über sich selbst in Erfüllung. Er hatte alles seinen Nächsten prophezeit, doch ihr Glaube war so klein, sie konnten es nicht begreifen.
Erst das Erscheinen Jesu in menschlicher Gestalt bestätigte sein Weiterleben!

Auszüge aus: „Die Heilsbotschaft nach dem Bericht des Johannes“

Als viertes Evangelium soll nun das des Johannes noch bearbeitet werden.

Über das Sein des Gottessohnes wird hier eine klare Aussage gemacht:
"...sie brauchten bloß an seinen Namen zu glauben als an den Namen desjenigen, der nicht auf dem Wege der Abstammung, nicht infolge des Naturtriebes des Fleisches, auch nicht durch den Willen eines Mannes, sondern von Gott aus ins Dasein getreten war. -
Und das Wort wurde Fleisch und nahm für kurze Zeit seine Wohnung unter uns. Wir schauten seine Herrlichkeit - eine Herrlichkeit, wie sie dem einzigen Sohne zukommt, der vom Vater stammt und voll Gnade und Wahrheit ist" (Joh. 1,13-14).

Jesus Christus - als einziger Sohn - ist direkt aus Gott ins Dasein gerufen, außerhalb Gottes getreten!
Wenn so oft vom „Sohn“ und vom „Vater“ die Rede ist, dann bleibt zu überlegen, warum diese Begriffe immer wieder auftauchen und nicht nur „Gott“ gesagt wird.
Warum wird gesagt, der „einzige Sohn“ und nicht der „Einzige“ oder etwas anderes?
Ja, es stimmt, auch eine Tochter hat Gott in sich geschaffen. Denn wie es an anderer Stelle heißt (Matth. 19,4-7; Mark. 10,6-9), hat Gott am Anfang paarweise geschaffen.
In der gesamten Schöpfung besteht ein Gleichgewicht, Harmonie, Ausgewogenheit, Ordnung, darum hat Gott aus sich auch zwei Wesen - männlich und weiblich - geschaffen.
Und nun fällt die Folgerung daraus nicht schwer, neben dem Begriff „Vater“ auch den Begriff „Mutter“ mit Gott zu verbinden. Denn ein Gesetz durchzieht die gesamte Schöpfung, dass Gleiches nur Gleiches erzeugen kann.
So entstanden am Anfang aus dem Vater- und Mutterprinzip in Gott ein männliches und ein weibli-ches Wesen:
Das Gleichnis Gottes!
In den Evangelien tritt der Sohn Gottes, Jesus, in Erscheinung. Nach den Aussagen trat alles Weitere durch den ersten Gottessohn - und die erste Gottestochter - ins Dasein.

Johannes der Täufer legte Zeugnis für ihn ab:
"Nach mir kommt einer, der vor mir war; denn er trat eher ins Dasein als ich. Aus seiner Lebensfülle haben wir alle das Leben empfangen und einen Gnadenerweis noch dem andern" (Joh. 1,15-16).

Johannes wurde im Erdengewand vor Jesus geboren, daher sprach er die geistige Daseinsform an.
Weiter sagt er, dass wir aus seiner Lebensfülle alle das Leben empfangen haben!
Dieses kann doch nur im Geistigen geschehen sein.
Somit wird hier deutlich, dass unsere Existenz im Geistigen, im Himmel begonnen hat.
Mit „Leben“ ist hier die geistige Gestalt gemeint; denn das Leben kommt nur aus Gott - als Lebens-unke (Gottesfunke) uns von Ihm geschenkt.
Man sagt auch auf Erden bei einer Geburt: "Die Mutter hat einem Kind das Leben geschenkt." Doch die Mutter gab dem Kind nur die Körperhülle.
Der Geist tritt erst bei der Geburt in diese menschliche Körperform.

"Kein Mensch hat Gott jemals gesehen, der eingeborene Sohn, der am Herzen des Vaters ruhte, der hat uns Kunde von ihm gebracht " (Joh. 1,18).

Jesus ruhte am Herzen des Vaters - Maria, sein Dual, am Herzen der Mutter in Gott!
Damit unterstreicht Johannes nochmals die Gotteskindschaft Jesu. Und mit den Worten „kein Mensch hat Gott jemals gesehen“ straft er alle Aussagen Lügen, die da behaupten, dass Gott in Jesu zur Erde kam!

Johannes der Täufer verkündete auch die Aufgabe Jesu auf Erden: "Seht, das ist das Lamm Gottes, das von der Welt die Sünde des Abfalls hinwegnimmt" (Joh. 1,29)!
Ganz eindeutig ist die Aussage, dass er die „Sünde des Abfalls“ - von Gott - hinwegnimmt, und nicht nur von den Juden, sondern von der Welt.
Das macht wiederum klar, dass alle Menschen diesen Abfall von Gott taten!
Und dass dieses nicht auf das Erdenleben bezogen werden kann - eben dieser Abfall von Gott -, wird durch einfaches Nachdenken über die Nationen und ihre Religionen klar.
Darum kann sich dieser Abfall nur im Geistigen zugetragen haben.
Damit wird von Adam und Eva eine schwere Last genommen, die ihnen durch eine falsche und un-logische Lehre aufgebürdet wurde und noch immer wird.

Dass auch Johannes mit der Geisterwelt Gottes in Verbindung stand und von Gott gesandt war, geht aus seinen folgenden Worten hervor:
"Doch der, welcher mich gesandt hat, um mit Wasser zu taufen, der hatte mir folgende Weisung gegeben: 'Der Mann, auf den du den Geist herabschweben und über dem du ihn verweilen siehst, der ist es, der mit einem heiligen Geist tauft.'
Ich war nun Augenzeuge dieses Vorfalls und legte daher das Zeugnis ab, dass er der Sohn Gottes ist" (Joh. 1,33-34).

Johannes hatte gesehen, wie der Geist in der Gestalt einer Taube vom Himmel herabschwebte und über Jesus blieb.

Die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes verkündete Jesus den ersten Jüngern mit den Worten an Nathanael:
"Du wirst jedoch noch Größeres als dies zu sehen bekommen; denn glaubt mir, ihr werdet von nun an den Himmel sich öffnen und die Boten Gottes über den Menschensohn auf- und niedersteigen sehen" (Joh. 1,50-51).
Doch wie Johannes war dieses nur den Jüngern möglich, die im Inneren reif dafür waren; denken wir an die Verklärung Jesu auf dem Berge.

Über den wahren Glauben:
"Während der Tage des Osterfestes hielt sich Jesus in Jerusalem auf, und viele kamen zum Glauben an seinen Namen, weil sie die Wunderzeichen sahen, die er wirkte. Jesus selbst aber brachte ihnen kein Vertrauen entgegen, weil er die wahre innere Gesinnung eines jeden kannte. Er hatte daher auch nicht nötig, Erkundigungen über irgendeinen Menschen einzuziehen.
Er wusste selbst, was in dem Innern eines Menschen vor sich ging" (Joh. 2,23-25).

War der Glaube jener „Gläubigen“ nur aufgrund der Wunderzeichen entstanden?
Worauf ist der Glaube eines jeden Gläubigen aufgebaut?

"Zu den Pharisäern gehörte ein Mann namens Nikodemus. Er war einer der führenden Männer unter den Juden.
Er kam bei Nacht zu Jesus und sprach: "Meister, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Gott gesandt wurde. Denn niemand kann solche Zeichen wirken, wie du sie wirkst, wenn nicht Gott selbst mit ihm ist." Jesus gab ihm zur Antwort: "Glaube mir, wenn jemand nicht von oben geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen." -
"Wie ist es möglich, dass ein Mensch geboren wird, wenn er schon alt ist?" - fragte Nikodemus - "Kann er vielleicht zum zweiten Mal in den Schoß seiner Mutter eintreten und geboren werden?" - "Ich kann dir nur wiederholen," - entgegnete Jesus - "dass keiner in die Geisterwelt Gottes eintreten kann, wenn er nicht von einem Geist Gottes hineingeboren wird.
Was aus dem Fleisch geboren wird, ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren wird, das ist Geist.
Darum brauchst du dich nicht darüber zu wundem, dass ich dir sagte, ihr musstet von oben geboren werden. - Die Geisterwelt Gottes spendet Leben, wo sie will.
Du kannst ihre Stimme vernehmen; doch weißt du nicht, woher sie kommt und wohin sie geht. So ist es auch mit jedem, der als ein Kind der Geisterwelt geboren ist."
"Wie ist so etwas möglich?" - fragte Nikodemus. "Wie?" - entgegnete Jesus - "Du bist ein Lehrer Israels, und verstehst das nicht? Was ich dir sage, ist die Wahrheit.
Denn was wir genau wissen, das lehren wir, und was wir gesehen haben, dafür treten wir als Zeugen auf. Freilich, ihr nehmt unser Zeugnis nicht an.
Wenn ich von irdischen Dingen zu euch redete, und ihr mir keinen Glauben schenket, wie solltet ihr da glauben, sobald ich von überirdischen Dingen zu euch spreche?
Keiner ist in den Himmel aufgestiegen, außer wenn er vom Himmel herabgestiegen war.
So ist auch der Menschensohn vom Himmel gekommen" (Joh. 3,1-13).

Nikodemus, dem alle geistigen Gesetze unbekannt waren, konnte die Erklärungen Jesu nicht begrei-fen.
Darum wiederholte Jesus, ... "dass keiner in die Geisterwelt Gottes eintreten kann, wenn er nicht von einem Geist Gottes hineingeboren wird."
Damit wird zum ersten Mal die Vermehrung der Geister beschrieben: Eine Geburt ist auch in der geistigen Welt die Erscheinungsform geistiger Wesen.
Ein wenig weiter die Worte: "So ist es auch mit jedem, der als ein Kind der Geisterwelt geboren ist."
Zeugung und Geburt ist also ein geistiges Gesetz, welches überall Grundlage neuer Wesen ist! Darum kann keiner in den Himmel aufsteigen, außer wenn er vom Himmel herabgestiegen war.
Diese Aussage bestätigt, dass die wahre Heimat aller auf Erden lebenden Menschen die geistige Welt ist!
Die Bedeutung dieser Aussage sollten sich alle Menschen zutiefst bewusst machen.

Der Beweis für seine Lehre ist Jesus selbst. "So ist auch der Menschensohn vom Himmel gekommen", das ist seine bestätigende Aussage.
Er kam aus der geistigen Welt, lebte im irdischen Kleid - dem materiellen Körper -, verstarb wie jeder andere - und lebte anschließend weiter; materialisierte sich wieder zum Beweis seines Weiterlebens und „fuhr auf in den Himmel“ - zurück in sein Königreich!
Gibt es eine einfachere, eindrucksvollere Beweisführung als das Leben Jesu Christi?

Johannes der Täufer gab seinen Anhängern über Jesus eine wunderbare Erklärung:
"Denn er kommt von oben als einer, der über allem steht.
Wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet nach irdischen Begriffen.
Derjenige jedoch, der vom Himmel kommt, legt Zeugnis von dem ab, was er selbst sah und hörte. Leider will niemand sein Zeugnis gelten lassen. Wer es jedoch als wahr annahm, der erlebte in sich die Bestätigung, dass Gott die Wahrheit ist. Denn wer ein Gesandter Gottes ist, der redet bloß das, was Gott ihm aufgetragen" (Joh. 3,31-34).

Weil Jesus von oben kam, musste er alle Aussagen, die mit der geistigen Welt zu tun hatten, in Gleichnisse fassen.
Darum sind seine Worte auch oft so unverständlich für nur irdisch gesinnte Menschen.
Und die falschen Auslegungen seiner Worte durch Menschen führten zu den großen Irrtümern in der Christenheit.
Wenn man versucht, hinter den Worten Jesu das Geistige zu empfinden, dann bekommen seine Worte eine neue, tiefgründige Bedeutung.
"Gott stellt ihm nämlich zu diesem Zweck seine Geisterwelt zur Verfügung, und zwar in ganz außergewöhnlichem Maße“ (Joh. 3,34).

Die Kirchen lehnen die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes ab. Wer führt dann die Kirchen geistig?
Johannes sagt vorher (Joh. 3,27): "Kein Mensch kann sich irgendeine Machtbefugnis aneignen, wenn sie ihm nicht von oben, vom Himmel her, verliehen wurde."
Doch die Kirchen sehen sich als die von Gott Berufenen an! Da sie jedoch die Geisterwelt Gottes ablehnen, haben sie somit keine geistige Führung.
"Wer jedoch auf den Sohn nicht hören will, der wird kein Leben zu sehen bekommen, sondern die nach Gottes Gesetz dafür festgelegte Strafe wird auf ihm lasten" (Joh. 3,36).

Alle diese Worte sprach Johannes der Täufer. Da er ein „Gesandter Gottes“ war, und „von oben“ kam, auch auf Erden mit der Geisterwelt Gottes in Verbindung stand, hatten seine Worte derartige Aussagekraft und tiefe Bedeutung, der Wahrheit entsprechend!


Jesus am Jakobsbrunnen zur Samariterin:
"Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder durstig;" - entgegnete ihr Jesus - "wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, wird in alle Zukunft keinen Durst mehr verspüren; vielmehr wird der Trunk, den ich ihm reiche, in ihm zu einer Wasserquelle, die immer weiter sprudelt bis ins künftige Leben hinein" (Joh. 4,13-14).

Jesus reichte uns das geistige Wasser, die Lehre der Liebe und Vergebung, die in uns geistige Quellen öffnet, die niemals mehr versiegen und uns sättigen, die ewig fließen werden, da sie geistiger Natur sind und nach dem irdischen Tode weiterfließen.
Diese Quellen heißen Frieden, Liebe, Demut, Sanftmut, Geduld, Freiheit des Geistes, Hoffnung, Zuversicht, Freude, Seligkeit und so weiter.

Jesus spricht mit der Samariterin über die wahre Gottesverehrung:
"Doch der Zeitpunkt kommt, und er ist jetzt schon da, wo die wahren Gottesverehrer dem Vater ihre Verehrung darbringen, geleitet von einem Geiste und von der Wahrheit.
Denn auch der Vater wollte nur solche Verehrer haben.
Gott ist ein Geist, und die ihn verehren, müssen daher unter der Leitung eines Geistes Gottes und der Wahrheit Gottes stehen, sobald sie ihm ihre Verehrung darbringen" (Joh. 4,23-24).

Gott ist ein Geist! So sind wir als seine Kinder ebenfalls von der Erschaffung her Geister!
Wer verehrt heute Gott?
Sind die, die Gott verehren, in Verbindung mit der Geisterwelt Gottes?
Haben sie die Wahrheit?

Die folgende Aussage Jesu ist sehr wichtig:
"Ich habe nicht die Macht, irgend etwas aus mir zu tun; nach den Weisungen, die mir auf dem Wege des Hellhörens mitgeteilt werden, treffe ich die Entscheidungen; darum entspricht meine Entscheidung stets dem Willen Gottes; denn nicht, was ich will, führe ich aus, sondern was der will, der mich gesandt hat" (Joh. 5,30).

Die frohe Botschaft, die er brachte, die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes - praktizierte er auf Erden und bezeugte damit ihre Nähe und ihr Wirken durch die Wunderzeichen, die er vollbrachte.
Und er sagte uns, dass wir in der Lage seien, Großes und Größeres zu vollbringen.
Darum sollte es das Streben aller Menschen sein, in eine innige Verbindung mit dieser doch so nahe existierenden Geisterwelt Gottes zu kommen.
Wie gefährlich ist es für manche, die vom Gegensatz - der bösen Geisterwelt - geführt werden!

Jesus sprach auch die Art an, wie er in Verbindung stand mit der Geisterwelt Gottes: durch Hellhö-ren.
Wir wissen, dass er auch Hellsehen konnte.
Doch über das Hellhören wurden ihm die Worte aus der Höhe eingegeben.
Gibt es eine schönere Führung für den Menschen als durch die Geisterwelt Gottes?
Und die nahesten „Geister“, die jedem Menschen beigegeben sind, sind die so genannten „Schutzgeister“.
Mit ihnen inniglich zu arbeiten, sollte Streben eines jeden Menschen sein, um sicherzugehen, dass nach dem Willen (Wunsche) Gottes gehandelt wird.
Eine Einrichtung geistiger Art besitzt der Mensch, über die die “Schutzgeister“ wirken können und es auch tun: das Gewissen!
Das Gewissen darf nach einem göttlichen Gesetz nur von Geistern Gottes „benutzt“ werden!
"Es sind dies die Werke, zu deren Ausführung mein Vater mir die Kraft verlieh. Eben diese Werke, die ich verrichte, beweisen am besten meine Behauptung, dass der Vater mich gesandt hat.
Aber auch der Vater, der mich sandte, hat in eigener Person Zeugnis über mich abgelegt.
Ihr habt allerdings seine Stimme damals nicht gehört und auch die Gestalt nicht gesehen, aus der er sprach; auch der Worte, die er redete, wollt ihr euch nicht mehr erinnern; denn ihr weist ein für alle-mal jeden Glauben an den zurück, den der Vater gesandt hat.
Anstatt dessen verlegt ihr euch auf das Forschen der Schrift und meint, darin das künftige Leben zu besitzen. Und doch legt auch gerade die Schrift Zeugnis für mich ab" (Joh. 5,36-39).
Genauso schwer, wie Jesus es damals hatte, um den Schriftgelehrten und Judenführern seine Per-son, seinen Auftrag und sein Wirken glaubhaft nahe zu bringen, ist es heute, den Kirchen und christlichen Gemeinschaften die Geisterwelt Gottes nahe zu bringen.
Es ist bemerkenswert, welche Parallelen heute zur damaligen Zeit bestehen!

Dass all seine Worte sich auf das Geistige beziehen, drückte Jesus in seinen Worten aus:
„Der Geist ist es ja, der das geistige Leben wirkt; das irdische Fleisch hat keinerlei Wert.
Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, beziehen sich auf den Geist und das geistige Leben. Doch gibt es manche unter euch, die keinen Glauben haben" (Joh. 6,63-64).

Im Johannes-Evangelium fällt auf, dass Jesus immer wieder auf Gott als seinen Vater hinweist und dass er nur das vollziehe, was dessen Wunsch ist.

"Das, was ich lehre, habe ich nicht aus mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Wer dessen Willen zu tun sich bemüht, wird an sich selbst erfahren, ob meine Lehre von Gott stammt oder ob ich meine eigenen Ansichten vortrage" (Joh. 7,16-17).

Der Glaube an ihn und seine Lehre ist somit auch eine Voraussetzung für das Wirken der heiligen Geisterwelt!
"Erst dann, wenn ihr in meiner Lehre verharret, gehört ihr zu meinen wahren Jüngern; und erst dann werdet ihr die volle Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch innerlich frei machen" (Joh. 8,31-32).

Diese Aussage enthält alles, was für die wahre Jüngerschaft und die innere Freiheit in der Wahrheit erforderlich ist: das Ausleben der Lehre Christi!
Zusammengefasst in dem Satz: "Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst!"
"Ich suche zwar nicht meine Ehre. Aber es ist einer da, der für meine Ehre eintritt und als Richter sein Urteil fällt. Ich beteuere es: Wenn einer meine Lehre befolgt, wird er in Zukunft den Tod nicht sehen" (Joh. 8,50-51).
Wiederum ein klarer Hinweis darauf, dass es möglich ist, wenn ein Mensch die Lehre konsequent befolgt, dass er nicht wieder geboren werden muss auf Erden; er also aus dem Kreislauf der Wiedergeburt ausgetreten ist.
Seine weiteren Fortschritte wird er in der geistigen Welt vollziehen dürfen.

"Im Vorbeigehen sah er einen Mann dasitzen, der von Geburt an blind war. Da fragten ihn seine Jünger: "Meister, wessen Sünden sind schuld, dass dieser blind geboren ist? Seine eigenen Sünden oder die seiner Eltern" (Joh. 9,1-2)?

Diese Bibelstelle ist auch als Bestätigung für die Wiedergeburt einzustufen.
Hier tritt sogar die Frage auf nach dem Wiedergutmachungsprinzip: Hat der Blinde aus seinem Vorleben eine Schuld abzutragen oder seine Eltern, die nun durch die Blindheit ihres Sohnes etwas wiedergutmachen dürfen?

"Als Jesus nach Bethanien kam, hörte er, dass Lazarus schon vier Tage im Grabe lag. Da Betha-nien nur ein Stündchen von Jerusalem entfernt war, hatten viele aus Jerusalem sich bei Martha und Maria eingefunden, um ihnen ihr Beileid zu dem Tode des Bruders zu bezeigen.
Als nun Martha hörte, dass Jesus komme, ging sie ihm entgegen, während Maria zu Hause saß. "Herr," - sagte Martha zu Jesus - "wärest du hier gewesen, so wäre mein Bruder nicht gestorben; doch auch so weiß ich, dass Gott dir jede Bitte gewähren wird." - "Dein Bruder wird auferstehen!" - antwortete Jesus.
"Ich weiß," - entgegnete Martha - "dass er auferstehen wird bei seiner Auferstehung am letzten Tage." Jesus erwiderte ihr: "Ich bin die Auferstehung und das Leben.
Wer an mich glaubt, wird leben, wenn er auch gestorben ist; und jeder, der das Leben besitzt. und den Glauben bewahrt, wird niemals mehr sterben.
Glaubst du das?“ - „Ja, Herr,“ - antwortete sie - "ich habe glauben gelernt, dass du der Messias bist - der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll" (Joh. 11,17-27).

Hier sagt Jesus, dass Lazarus „auferstehen“ wird.
Damit wird deutlich ausgedrückt, dass die „Auferstehung“ sofort nach dem irdischen Tod erfolgt und nicht - wie ursprünglich angenommen wurde und auch heute noch geglaubt wird - am letzten Tag!
Was ist eigentlich mit „am letzten Tage“ gemeint?
Diese Frage mussten die beantworten, die eine solche Aussage lehren und glauben.

Am Beispiel „Jesu“ ist doch die sofortige Auferstehung „demonstriert“!

"Wer an mich glaubt, wird leben, wenn er auch gestorben ist", - diese Verheißung bedarf doch keiner weiteren Erklärung und Auslegung.
So ist es - warum sollte es anders sein sollen?
„Leben“ heißt, nicht mehr zu den geistig Toten zu zählen, die Gott und Christus noch nicht angenommen haben.
Wer an Jesus glaubt - in Wahrheit -, wird auch seine Lehre befolgen und wird dann - nach seinem irdischen Tod - aufgrund seiner geistigen Schätze „niemals mehr sterben müssen“, da er auf Erden nicht mehr geboren werden muss.

"Während Jesus sich dem Grabe näherte, kam wiederum die innere Erschütterung über ihn. Das Grab war in einen Felsen eingehauen, und ein Stein lag davor.
Da gab Jesus den Befehl, den Stein fortzunehmen. Martha, die Schwester des Toten, sagte zu ihm: "Herr, er wird wohl schon riechen; denn er ist bereits vier Tage tot." - "Habe ich dir nicht gesagt," entgegnete Jesus - "dass du die Herrlichkeit Gottes schauen sollst, wenn du gläubiges Vertrauen hast?" Inzwischen hatten sie den Stein entfernt.
Nun erhob Jesus seine Augen zum Himmel und betete: "Vater! Ich danke dir, dass du mich erhört hast. Wohl wusste ich, dass du mich allezeit erhörst; aber mit Rücksicht auf die anwesende Volks-menge sprach ich diese Dankesworte, damit sie glauben sollen, dass du mich gesandt hast."
Nach diesen Worten rief er mit lauter Stimme: "Lazarus, komm heraus!" Sofort kam der Verstorbene heraus, an Händen und Füßen mit Binden umwickelt und sein Gesicht mit einem Schweißtuch verhüllt. "Macht ihn los von diesen Hüllen," - gebot Jesus - "und lasst ihn sich frei bewegen" (Joh. 11,38-44)!

Vier Tage lag er in der Grabkammer!
Diese Auferstehung sollte den Anwesenden bestätigen, dass Jesus von Gott gesandt war und in der direkten Verbindung mit Gott stand.
Die Anwesenden durften an einem wunderbaren Geschehen teilnehmen!

"Wer an das diesseitige Leben sein Herz hängt, der wird das jenseitige Leben verlieren; wem aber das Leben und Treiben in dieser Weit zuwider ist, der wird sich das jenseitige Leben als das wahre Leben für die Zukunft sichern" (Joh. 12,25).

Hier spricht Jesus wiederum vom „diesseitigen“ und „jenseitigen“ Leben
Das jenseitige Leben ist das wahre Leben für die Zukunft. Doch nur der, der auch den Weg Jesu geht, ist sein wahrer Diener und seine wahre Dienerin und wird auch da sein, wo Jesus ist!
Und Gott wird solche zu Ehren bringen.
Doch ohne die Lehre Jesu zu befolgen kann man nicht sein Diener und seine Dienerin werden!
Er ist der Weg, die Wahrheit - und das Leben!

Nun kommt eine weitere, sehr bedeutsam Aussage Jesu:
"Vater, verherrliche deinen Sohn mit der Herrlichkeit, die er bei dir hatte, ehe das Weltall ins Dasein trat!" Da erscholl eine Stimme vom Himmel: "Ich hatte ihn verherrlicht und werde ihn wieder verherr-lichen" (Joh. 12,28-29)!

„... ehe das Weltall ins Dasein trat! Welch eine Aussage verbirgt sich dahinter. Nicht die Erde meinte er, sondern das „Weltall“!
Es trat ins „Dasein“, es wurde nicht „neu“ erschaffen, es war in der Substanz vorhanden - es war aus der Sünde des Abfalls im Geistigen entstanden.
Alle geistigen Substanzen, die durch den Abfall entstanden waren, und nicht mehr in die Ordnung Gottes passten, wurden durch neue Gesetze in eine neue Daseinsform gebracht!
Neue Welten - die Möglichkeit der Wiedergutmachung für die von Gott Abgefallenen!
Welch eine große Gnade Gottes!

Sehen wir hierzu Worte von Petrus:
"Denen, die so sprechen, ist es unbekannt, dass die Himmelskörper und die Erde vor undenklichen Zeiten aus einem wolkenähnlichen Zustand zu einer festen Masse verdichtet wurden, und zwar durch Geister Gottes und auf Anordnung Gottes.
Dadurch verschwand der wolkenähnliche Zustand des Weltalls. Doch werden die Himmelskörper und die Erde in ihrem jetzigen Zustand nur so lange verharren, bis der Tag kommt, an dem sie nach derselben Anordnung Gottes wieder aufgelöst werden, und zwar durch Feuer.
Das wird an dem Tage sein, wo bei den gottlosen Menschen eine Änderung in ihrer Gottlosigkeit eintritt und sie sich zu Gott wenden" (2.Petrus 3,5-7).

Jesus hatte seinen Jüngern gesagt, dass er dorthin gehen würde, wohin sie nicht kommen könnten.
"Da fragte ihn Simon Petrus: "Herr, wohin gehst du denn?" Jesus antwortete ihm: "Wohin ich gehe, dahin kannst du jetzt nicht mit mir gehen. Erst später wirst du mir folgen" (Joh. 13,36).

Jesus sagte ihm, dass er „jetzt“ nicht mit ihm gehen könne, aber dass er ihm „später“ folgen würde. „Folgen“ heißt den Weg gehen, den Jesus vor ihm ins geistige Reich ging.
Dann sagte er zu seinen Jüngern:
"Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, würde ich es euch gesagt haben.
Weil ich nun hingehe, werde ich für euch eine Stätte herrichten lassen; und wenn ich dort bin und einen Platz für euch bereitgestellt habe, - dann kehre ich zurück und nehme euch zu mir, damit auch ihr seid, wo ich bin.
Wohin ich gehe, wisst ihr ja, und auch den Weg dahin kennt ihr" (Joh. 14,2-4).


Hier zeichnet Jesus ein umfassendes Bild:
Er spricht von „Wohnungen“ - und beteuert: "Wenn es nicht so wäre, würde ich es euch gesagt haben."
Er sagte, dass er ihnen eine Stätte herrichten lässt, wenn er dort - im Himmel - ist!
Er sagte, dass er zurückkehren wird und sie zu sich nehmen wird. Ist das ein Hinweis, dass zurzeit seiner Rückkehr die Jünger wieder auf Erden leben werden?
Dann machte Jesus eine Aussage, die eine so große Bedeutung hat und die bisher kein Mensch erfüllen konnte.
"Ich versichere euch: Wer an mich. glaubt, wird dieselben Werke verrichten können, die ich verrichte; ja, er wird noch größere vollbringen; denn ich gehe zum Vater. Und was ihr in meinem Namen erbittet, das werde ich gewähren, damit der Vater im Sohne geehrt werde. Wenn ihr mich liebt, so haltet auch meine Gebote" (Joh. 14,12-15)!

Er versichert! Es ist dem Menschen also möglich, größere Werke zu verrichten als er! Bedingung: Glaube an ihn!
Genügt denn nur der Glaube an ihn?
Nein, er nennt eine Grundbedingung, die mit dem Glauben eng verflochten ist:
Die Liebe!
"Wenn ihr mich liebt, so haltet auch meine Gebote!"

Das Einhalten seiner Gebote wird erst durch die Liebe möglich, ohne Liebe werden Gebote nicht wahrhaft gehalten; denn die Gebote basieren auf der Liebe Gottes!

"Wer meine Gebote kennt und danach handelt, der ist es, der mich liebt. Und wer mich liebt, der wird auch von meinem Vater geliebt werden" (Joh. 14,21).
Damit meint er, dass der Weg zum Vater und vorn Vater zu uns über ihn, den König der Liebe, führt!
An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass Jesus zu diesem Zeitpunkt seiner Ansprache an die Jünger immer wieder auf die Sendung der heiligen Geisterwelt, des Helfers, des Geistes der Wahr-heit, hinweist.
Diese Aussagen wurden an den Anfang dieses Werkes niedergeschrieben und gelten als bedeuten-de Grundlage der nachfolgenden Aussagen.
Die Zeit seines irdischen Endes nahte.
Darum sagte er zu seinen Jüngern:
"Viel kann ich nicht mehr mit euch reden; denn der Herrscher dieser Welt ist bereits im Anzug. Bei mir kann er freilich nichts finden, was ihm gehört. Nur deswegen werde ich ihm preisgegeben, damit die Welt erkennt, dass ich den Vater liebe und alles so ausführe, wie der Vater es mir auftrug“ (Joh. 14,31).

Was gehört dem „Herrscher dieser Welt“, Luzifer?
Alle „Werke“, die der Mensch nicht nach dem Willen Gottes getan hat, die er ohne Liebe getan hat: Sünde!
Der Mensch räumt derjenigen Seite Einfluss und Herrschaft über sich ein, der er durch Gedanken, Reden und Taten dient.
Jeder Mensch kann zwischen Gut und Böse unterscheiden, daher entscheidet er sich freiwillentlich!
Der freie Wille ist somit die entscheidende Grundlage in jedem Menschen!
Die Liebe - Jesus stellt sie immer wieder in den Vordergrund:
„Wie mich der Vater liebte, so liebte ich euch. Bewahrt mir euere Liebe!
Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in der Liebe zu mir verharren, so wie ich, der ich die Gebote meines Vaters befolge, in der Liebe zu ihm verharre“ (Joh. 15,9-10).
„Das ist mein Gebot, dass ihr einander so lieben sollt, wie ich euch liebte.
Die größte Liebe hat der, welcher sein Leben für seine Freunde hingibt“ (Joh. 15,12-13).
„Vor allem das eine möchte ich euch dringend ans Herz legen: Liebet einander“ (Joh. 15,17)!

„Denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebet und an der Überzeugung festhieltet, dass ich vom Vater her herabgekommen bin. Ich kam in die Welt; nun verlasse ich wieder die Welt und gehe zurück zum Vater“ (Joh. 16,27-28).
„... dadurch soll die Welt erkennen, dass du mich gesandt hast, und ich sie so liebte, wie du mich liebtest.
Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gabst, damit sie die Herrlichkeit sehen, die du mir verliehen.
Denn schon vor Grundlegung der Welt liebtest du mich.
Gerechter Vater, die Welt kannte dich nicht, ich aber kannte dich, und auch diese haben eingesehen, dass du mich gesandt hast. Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn auch fer-nerhin kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebtest, in ihnen bleibe und ich in ihrer Mitte.
Stehet auch! Wir wollen jetzt gehen“ (Joh. 17,23-26)
Das Johannes-Evangelium endet mit den Worten:
„Dies aber wurde niedergeschrieben, damit ihr zu dem Glauben gelanget, dass Jesus der Messias, - der Sohn Gottes ist, und damit ihr infolge dieses Glaubens das Leben erlangt, das er verheißen hat“ (Joh. 21,25).

Mit diesen Worten soll auch dieses Werk schließen.
Sinn und Zweck dieses Werkes soll es sein, die große, unbeschreibbare Bedeutung des Lebens Jesu in Bezug auf unser eigenes Leben und das Leben des Geistes herauszustellen.
Die Frohe Botschaft - die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes - beinhaltet den Wendepunkt für die gesamte Menschheit; denn in ihr wird die Erlösung aus dem Herrschaftsbereich des Fürsten der Finsternis verheißen und die Brücke zur Rückkehr in das wahre Heimatland, in die Himmel Gottes gebaut.
Jesus Christus hat das Tor der Freiheit des Geistes durch seine Erlösertat für alle Menschen geöffnet!
Durch die Liebesweisungen Gottes, die er der Erde brachte, ist es jedem Menschen möglich geworden, durch deren Befolgung sich selbst aus den Wirkungen seines Abfalls von Gott zu „erlösen“.
Nun liegt es am freien Willen eines jeden Menschen, den Weg des Lichtes mit frohem, dankbarem Herzen zu beschreiten.
Auf diesem Weg ist er niemals allein. Die unsichtbaren Geschwister aus dem Licht begleiten den Menschen und helfen ihm auf seinem beschwerlichen Rückweg in die Freiheit der Ewigkeit - in die Freiheit des Geistes!

Fundstellen-Verzeichnis zum Neuen Testament (Johannes Greber)

1. Abfall von Gott

- Lk 15,11-32:
Gleichnis vom verlorenen Sohn.
- Jh 1,29:
Das ist das Lamm Gottes, das von der Welt die Sünde des Abfalles hinwegnimmt.
- Jh 8,34-36:
Jeder, der die Sünde des Abfalls begeht, wird zum Sklaven. Der Sklave bleibt nicht immer beim Herrn, aber der Sohn. Wenn nun der Sohn euch von der Sklaverei befreit, werdet ihr für immer frei sein.
- Rö 3,23-24:
Alle begingen die Sünde des Abfalls und wurden infolgedessen aus Gottes Herrlichkeit ausgeschlossen. Aber durch Gnade Gottes erlangen sie sein Wohlgefallen wieder, infolge der Erlösung durch Jesus Christus.
- Rö 5,12-16:
Sünde des Abfalls kam durch einen Einzigen in Schöpfung, und durch Abfall der geistige Tod der Trennung von Gott. Auf der anderen Seite Gnadengeschenk der Menschwerdung Jesu.
- Eph 1,14:
Geisterwelt als Abschlagszahlung auf Erbe im Geisterreich Gottes.
- Eph 6,12:
Ihr kämpft gegen Geister der Finsternismacht.
- 1.Tim 4,1:
Abfall vom wahren Glauben durch Zuwendung zu Geistern des Trugs und der Dämonen.
- 2.Petr 2,1-3:
Niedere Geister, Lügengeister spalten durch falsche Lehren.
- 1. Kor 12,1-3:
Unterscheidung der Geister (kein Geist von Gott verflucht Jesus oder bezeichnet Jesus als seinen Herrn).
- 1.Kor 2,14:
Menschen und Geistiges - Parallelen zu heute.
- 1.Joh 4,15:
Prüfet die Geister, ob sie von Gott kommen.


2. Die Geisterwelt

- Mt 1,18/20-21:
Zeugung von Jesus.
- Mt 7,15-16:
Warnung vor bösen Geistern in Schafspelzen, die an ihren Taten erkennbar sind.
- Mt 8,29/Mk 3,11-12:
Besessene von Gadara erkennen Jesus Christus als Sohn Gottes.
- Mt 12,43-45:
Umherirren eines unreifen Geistes, der wieder ins vorige „Heim“ will.
- Mt 11,12-14:
Gewaltmäßige Unterdrückung der Verbindung mit der Geisterwelt Gottes seit Auftreten Johannes des Täufers.
- Mt 12,21/28-32 (Mk 3,28/Lk 12,10):
Jesus und Beelzebub; keine Begnadigung, wer gegen Geisterwelt lästert; sehr hoher Wert der Geisterwelt Gottes.
- Mk 1,12-13:
Versuchung in der Wüste (Bestätigung der Geisterwelt und der Versuchung).
- Mk 1,15:
Die Verbindung mit der Geisterwelt Gottes steht nahe bevor.
- Lk 1,11-20:
Verheißung der Geburt Johannes des Täufers (Priester Zacharias und Bote Gottes).
- Lk 1,30-33:
Geisterbote Gabriel verkündet Maria die Geburt von Jesus als Sohn des Allerhöchsten.
- Lk 2,10-14:
Freudenbotschaft über Christi Geburt an Hirten.
- Lk 12,11-12:
Keine Angst bei Verteidigung; Geisterwelt gibt Gottestreuen ein, was sie sagen sollen (Zusammenwirken Gottestreue - Geisterwelt Gottes).
- Lk 17,20-21:
Frage des Pharisäers: „Wann kommt Geisterwelt Gottes zu uns?“ Antwort: „Sie ist nicht zum Angreifen oder Berechnen, sie ist nicht hier oder dort, sie ist in eurer Mitte!“ (Geisterwelt Gottes lebt und wirkt unsichtbar, wissenschaftlich - noch - unbewiesen, mitten unter den Menschen).
- Lk 8,17:
„Wer Geisterwelt nicht wie ein Kind annimmt, wird nicht Zutritt zu ihr erlangen!“
- Lk 21,25-28/3,8/19,39-40:
Hinweise auf in Meeren und Steinen gebundene Geister (Geister im Wasser festgehalten / Gott kann aus Felsen dem Abraham Kinder erwecken / Wenn diese schwiegen, werden die Steine laut aufschreien).
- Jh 1,50-51:
Jesus an Nathanael und erste Jünger: „Ihr werdet Boten Gottes über dem Menschensohn auf - und niedersteigen sehen.“
- Jh 6,63-64:
Rede in Synagoge von Kapernaum nach Spaziergang auf See: „Der Geist wirkt geistiges Leben, das Fleisch hat keinen Wert, meine Worte beziehen sich auf den Geist und das geistige Leben“ -
- Jh 14,16-18:
Anderer Helfer = Geisterwelt der Wahrheit.
- Jh 14,26-27:
Nachher kommt der Helfer, der weiter belehrt und ins Gedächtnis zurückruft, was ich euch gelehrt habe.
- Jh 15,26-.
Helferin, Geisterwelt der Wahrheit wird Zeugnis für mich ablegen.
- Jh 16,12-14:
Ich hätte noch viel zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen, sobald Geisterwelt kommt...
- Apg 1,3-8:
Pfingstverheißung.
- Apg 2,1-4:
Pfingstgeschehen.
- Apg 2,37-39:
Ändert Gesinnung, dann Geisterwelt als Geschenk.
- Eph 1,14:
Geisterwelt als erste Abschlagszahlung auf Erbe im Geisterreich Gottes.
- Eph 6,12:
Ihr kämpft gegen Geister der Finsternis.
- 1.Tim 4,1:
Abfall vom wahren Glauben durch Zuwendung zu Geistern des Trugs und der Dämonen.
- 2.Petr 2,1-3:
Niedere Geister, Lügengeister spalten durch falsche Lehren.
- 1.Kor 12,1-3:
Unterscheidung der Geister (kein Geist von Gott verflucht Jesus oder bezeichnet Jesus als seinen Herrn).
- 1.Kor 2,14:
Menschen und Geistiges - Parallelen zu heute.
- 1.Joh 4,1-5:
Prüfet die Geister, ob sie von Gott kommen.


3. Weiterleben im Jenseits

- Mt 5,1 9:
Wer alles erfüllt, wird im Jenseits groß dastehen.
- Mt 6,19-21:
Sammelt nicht Schätze auf Erden, sondern im Himmel; wozu sollte Mensch Schätze im Himmel sammeln, wenn es keinen Himmel geben würde und er nicht dorthin zurückkehren würde?
- Mt 18,1-4:
Jüngerfrage: „Wer ist der Größte im Jenseits?“ (Jünger glauben an Weiterleben im Jenseits).
- Mt 8,10-12:
Jesus aufgrund des Glaubens des Hauptmannes bei Heilung seines Knechtes: „Viele werden sich mit Abraham, Isaak, Jakob im Himmelreich zu Tisch legen“ (Himmel kein bestimmter Bewusstseins-zustand) .
- Mt 18,18/16,19-20:
Fesseln im Diesseits auch im Jenseits (Irdischer Tod löscht nicht irdische Taten, auch nicht Erlösung).
- Mt 19,27/Lk 18,29-30:
Lohnfrage des Petrus; Antwort: „Du wirst Wertvolleres im Jenseits und zukünftiges Leben erlangen.“
- Mt 22,24-32/Lk 20,33-38:
Auferstehungsfrage der Saduzäer (7 Brüder wollen Nachkommenschaft sichern); Gott: „Ich bin Gott Abrahams, Isaaks, Jakobs; Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden.“
- Mt 23,37-38:
Jerusalem-Kinder wollen nicht, so bleiben himmlische Wohnungen leer.
- Mk 16,5-7/14/19-20:
Auferstehung Jesu; Bote Gottes im weißen Gewand bestätigt Auferstehung Jesu; Jesus erscheint den Elfen (Tadel für Unglauben).
- Lk 12,29-34:
Sammelt Schätze nicht auf Erden, sondern im Jenseits.
- Lk 13,23-28:
Frage nach Rettung und Einkehr ins Reich Gottes; „Wenn ihr erst anklopft, wenn Hausherr bereits da war und Türe abgeschlossen hat und ihr dann ruft 'Mach auf', wird er antworten: "Ich weiß nicht, woher ihr seid. Wenn ihr Abraham, Isaak, Jakob und Propheten im Himmel sehen werdet, während ihr selbst ausgestoßen seid, wird Heulen und Zähneknirschen sein."
- Lk 14,13-15:
Lade Arme zu dir ein, Belohnung am Tage der Rückkehr (Rückkehren kann nur, wer einmal wegge-gangen ist).
- Lk 16,9:
Macht euch Freunde mit den an sich wertlosen Gütern, damit man euch in jenseitige Zelte aufnimmt.
- Lk 16,22-31:
Gleichnis vom reichen Mann und vom armen Lazarus; Armer starb und wurde von Engeln in Abrahams Schoß getragen. Reicher starb und erhob seine Augen im Totenreich (Beschreibung dreier Ereignisse: Tod, Weiterleben, Wirken der Engel; '“Der Reiche sah Lazarus in der Ferne“ (Kluft/Entfernung zwischen ihnen = Läuterungsstufen; eines jeden Lebensführung hat Auswirkungen auf Art und Läuterungsstufe); „Abraham, bitte warne meine fünf Brüder, sie haben doch Mose und die Gesetze Gottes.“ - „Auf die hören sie nicht, wenn aber einer von den Toten sie bekehren wurde.“ „Wenn sie nicht auf Mose und Gesandte hören, hören sie auch nicht auf einen von den Toten Auferstandenen.“
- Lk 23,39-43:
Der gute Schächer am Kreuz;
„Noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein!“ (Tod als Tür in eine andere Welt).
- Lk 24,6-7:
Engel am Grabe Jesu: „Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten?“
- Jh 1,33-34:
Johannes der Täufer: „Der mich gesandt hat, gab mir Weisung ...!“ (Joh.d.T. wurde von Gott gesandt, muss also vorher woanders gewesen sein).
- Jh 11,17-27/38-44:
Auferweckung des Lazarus; „Dein Bruder Lazarus wird auferstehen. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist. Und jeder, der das Leben besitzt und den Glauben bewahrt, wird niemals mehr sterben!“
- Jh 12,25:
Wer irdisches Leben und Treiben liebt, verliert das jenseitige Leben, wem es zuwider ist, wird es sich sichern.
- Jh 14,2-4:
Nach dem Abendmahl: „Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen. Weil ich hingehe, lasse ich euch eine Stätte herrichten, kehre dann zurück und nehme euch zu mir. Wohin ich gehe, wisst ihr, den Weg dahin kennt ihr.“
- 1. Kor 15,35ff:
Vorgang der Auferstehung; Vergleich der Auferstehung mit nacktem Samenkorn, das - erstorben im Boden gelegt - zu großer Pflanze wächst; „Was gesät wird vergeht, was heranwächst vergeht nicht. Irdisches Fleisch und Blut können nicht das Reich Gottes erben, denn Vergängliches nimmt nie an Unvergänglichem teil.“
- 2. Kor 4,1 8:
Das uns jetzt Sichtbare vergeht, das uns Unsichtbare dauert alle Zeiten hindurch.


4. Wiedergeburt (Reinkarnation)

- Mt 11,12-15:
Zeugnis Jesu über Joh.d.T: „Johannes ist Elia, der wiederkommen sollte.“
- Mt 14,1-2(Mk 6,14-16/Lk 9,7-9):
Herodes glaubte, dass Jesus der wiedergeborene Johannes sei, den er enthaupten ließ - Mt 16,13-17 (Mk 8,28-30/Lk 9,18 Glaubensbekenntnis des Petrus; Jesus: „Für wen halten die Leute und ihr mich, für Elia, Johannes, Jeremia, Propheten?“ (Volk glaubt an Weiterleben und Wiedergeburt).
- Mt 17,1-13:
Verklärung Jesu auf Berg mit Petrus, Jakobus, Johannes / Stimme / Elia und Mose; „Elia kommt öfters, ist schon mal dagewesen!“
- Lk 6,25:
„Wehe ihr, die ihr in diesem Leben satt seid (Hohngelächter erschallen lasst), denn in einem anderen Leben müsst ihr darben'“(wird Weinen und Wehklagen sein).
- Lk 12,59:
Du wirst nicht eher aus dem Gefängnis entlassen, bis letzter Heller bezahlt ist.
- Jh 8,50-51:
„Wer meiner Lehre folgt, wird in Zukunft den Tod nicht sehen“ (Wiedergeburt nicht nötig, wenn Lehre befolgt wird).
- Jh 9,1-2:
Frage der Jünger bei Heilung eines Blindgeborenen: „Sind seine eigenen Sünden oder die seiner Eltern schuld an seiner Blindheit?“
- 1.Kor 3,13-15:
Erneute Feuerprobe bei Nichtstandhalten des Werkes/der Arbeit.
- Eph 1,12:
... wir, die wir schon in einem früheren Leben auf Christus hofften.
- Eph 2,1 0:
Schon in früheren Zeitaltern haben Gottes vorbereitende Hände an uns gearbeitet, damit wir in unserem jetzigen Leben gute Früchte tragen.


5. Trinität/Christus ist nicht Gott

- Mt 3,17:
Stimme bei Taufe: „Du bist mein geliebter Sohn!“
- Mt 17,5:
Stimme aus der Wolke: „Dies ist mein geliebter Sohn ...!“
- Mt 20,20-23:
Bitte der Mutter der Zebedäussöhne: „Den Platz zu meiner Linken und Rechten im Reiche und verteile nicht ich, sondern mein Vater“ (Jesus kann daher nicht Gott sein, sonst hätte er die Plätze ja auch verteilen können).
- Mk 16,19-20:
Auferstehung Christi; „Er setzte sich zur Rechten Gottes!“
- Jh 1,18:
„Kein Mensch hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der am Herzen des Vaters ruhte, der hat uns Kunde von Ihm gebracht; Jesus kann daher nicht Gott sein, sonst hätten Menschen ja Gott gesehen“;
Hinweis auf Gotteskindschaft Jesu.
- Jh 4,24:
Jesus zur Samariterin: „Gott ist ein Geist“;
Gottes Kinder müssen also auch Geister sein;
Jesus ist aber Mensch gewesen.
- Jh 5,30:
„Ich tue nichts aus mir, sondern über Hellhören nach den Weisungen Gottes.“
- Jh 5,36-39:
„Kraft für meine Werke hat mein Vater mir verliehen“; „Meine Werke beweisen, dass mein Vater mich gesandt hat“; „Vater hat in eigener Person Zeugnis über mich abgelegt“; ‘... doch ihr glaubt das alles nicht“ (Parallele zu heute).
- Jh 7,16-17:
„Was ich lehre, habe ich nicht aus mir, sondern von dem, der mich gesandt hat. Wer dessen Willen zu tun sich bemüht, wird erfahren, ob meine Lehre von Gott stammt oder ob ich meine eigenen Ansichten vortrage.“
- Jh 14,12-15:
„ ... denn ich gehe zum Vater!“ (Wie kann er zum Vater gehen, wenn er es selber' wäre?)
- Jh 20,17:
Jesus nach seiner Auferstehung: "Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.“
- 1.Joh 4,9:
„ ... dass Gott seinen Sohn, den einzigen, den er selbst ins Dasein rief, in die Welt sandte ... „


6. Sonstiges

Zum Begriff: „TOD“:

- Mt 8,21-22:
„Lass die Toten ihre Toten begraben!“
- Lk 15,11-32:
Gleichnis vom verlorenen Sohn („Tod“ des zurückgekehrten Sohnes als Fortgang, Ferne vom Vaterhaus, nicht als Ende)
- Eph 2,1-3:
„Auch ihr, die ihr tot waret durch Abfall und andere Sünden ... „


Zum Begriff „DUALITÄT“

- Mt 19,4-6/Mk 10,6-9/1.Kor 11,12/Eph 15,31
- Mt 22,24-33:
Auferstehungsfrage der Saduzäer (7 Brüder wollen Nachkommenschaft sichern); bei Auferstehung braucht sich keiner einen Partner zu suchen, es ist dann wie bei Geistern Gottes.


Zum Begriff „PARADIES“

- Lk 23,39-43:
Der gute Schächer am Kreuz; „Noch heute wirst du mit mir im Paradiese sein“; das so genannte „Paradies“ war und ist nicht auf Erden!


GEISTIGE GESETZE:

- Mt 9,18/24-26 (Mk 5,41-43/Lk 8,49-56):
Heilung der Tochter eines Synagogenvorstehers; Scheintote - Silberschnur - „Schlaf“
- Jh 3,1-13:
Gespräch zwischen Jesus und dem Pharisäer Nikodemus: „Keiner kann in die Geisterwelt Gottes eintreten, wenn er nicht von einem Geist Gottes hineingeboren wird.
Keiner ist in den Himmel aufgestiegen, wenn er nicht vom Himmel herabgestiegen war.“
Hinweis auf Vermehrung der Geister; keiner lebt, ob im Jenseits oder auf Erden, wenn er nicht im Geiste geboren ist; keiner ist Geist, wenn er nicht geboren wird, d.h. auch geistige Zeugung und Geburt.


WIEDERKUNFT CHRISTI - DRANGSAL

- Mt 24/25,13/25,31-37
- Lk 13,4-37
- Lk 17,20-37/21,7-36
- Apg 2,16-21
- 1.The 4,15-18/2.The 1,6-10/2.The 2,1-12
- 2.Petr 3,3-7 und 10-13
- 1.Joh 2,18-19 und 22-23
- Judas 1,18-19

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